Kirche

St. Aloysius-Kapelle ist das Symbol für lebendige Gemeinde

Pater Arthur Pfeifer sowie Vikar Jai Kidangan (rechts) und Diakon Paul-Georg Bartscher (links) während der Festmesse.

Pater Arthur Pfeifer sowie Vikar Jai Kidangan (rechts) und Diakon Paul-Georg Bartscher (links) während der Festmesse.

Foto: Meinolf Lüttecke / WP

Wegeringhausen.   Wegeringhausen feiert das 125-jährige Bestehen der St. Aloysius-Kapelle mit einem Festgottesdienst und Gemeindefest.

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In der St. Aloysius-Kapelle wurde in 125 Jahren die religiöse Mitte aufgebaut. Die Gläubigen haben sich mit ihren Stärken und Schwächen eingebracht und sich redlich bemüht, den Glauben an Christus lebendig zu halten“, so der Hauptzelebrant und gebürtige Wegeringhauser Palottinerpater Arthur Pfeifer (SAC) am Sonntagmorgen in der Festmesse zum 125-jährigen Bestehen des Gotteshauses.

In der Predigt ging der Ordensgeistliche auf den Schutzpatron der Kapelle, den Heiligen Aloysius ein, der aus reichem Hause kam, aber auf sein Erbe verzichtete und sich dem Jesuitenorden anschloss. Pater Pfeifer sagte, dass Aloysius von Gonzaga heute als ein Aussteiger par exellence bezeichnet werden kann. Er starb bereits mit 23 Jahren an der Pest.

Am Altar feierten Vikar Jai Kidangan und Diakon Paul-Georg Bartscher den Festgottesdienst mit. Musikalisch begleiteten diesen das Bläserensemble des Musikvereins Wegeringhausen unter der Leitung von Meinolf Wurm und an der Orgel Josef Clemens, der bereits seit 1952 die Lieder der Gemeinde mit Orgelmusik begleitet. Weihrauch wurde in dieser Festmesse reichlich verteilt, so dass Diakon Bartscher den Küster bat, über die Kirchenfenster zu lüften.

Anschließend wurde am und im Dorfgemeinschaftshaus „Alte Schule“ gefeiert. Im Namen des Pastoralverbunds Kirchspiel Drolshagen richtete Pastor Antonio Calabrese Grußworte an die zahlreich erschienenen Gäste. Er bedankte sich bei den vielen Ehrenamtlichen. Calabrese: „Gerade in einer Welt, die zunehmend vom materialistischen und kapitalistischen Gedankengut und Streben geprägt ist, wirkt ehrenamtliches Tun exotisch an. Es gibt sie noch, die Idealisten. Denn die Notwendigkeit des ehrenamtlichen Tuns ist unabdingbar für Gesellschaft und Kirche. Denn durch Zeit und Geschichte haben sich Menschen an diesem Ort, in unserem Ort ehrenamtlich engagiert im Dienste der Kapellengemeinde St. Aloysius. Sie haben viel Zeit und Energie für das Gemeindeleben und für das örtliche Gotteshaus gleichsam geopfert. Und so ist unsere St. Aloysius-Kapelle ein fester und prägender Bestandteil eines lebendigen Ortslebens. Möge es in Zukunft auch so sein.“

Großer Wandel

Drolshagens Bürgermeister Uli Berghof stellte fest, dass „die Kapelle eine Zeit großen Wandels bisher scheinbar unbeschadet überstanden hat“. Eine gute Tat der Stadt Drolshagen wollte das Stadtoberhaupt in diesem Zusammenhang nicht unerwähnt lassen. Berghof: „Dass Ihre Kapelle auch heute noch steht, hat auch etwas mit der Stadt Drolshagen zu tun. Im Jahre 2015 wurde festgestellt, dass die Bruchsteinmauer zur Sicherung der Böschung zur Landstraße keine ausreichende Tragfähigkeit mehr hatte. Daraufhin wurde sie arbeits- und kostenintensiv gesichert.

Gute Tat der Stadt

64 Bohrungen von 2,5 bis 5 Metern Tiefe wurden durchgeführt, um ein Gitternetz zu befestigen. Mehr als 71.000 Euro wurden investiert. Der einstimmige Beschluss in der Stadtverordnetenversammlung zu dieser Maßnahme belegt, dass die Stadt geschlossen zu Ihrer St. Aloysius-Kapelle steht.“

Trotz der guten Tat von damals kam der Bürgermeister der Stadt nicht mit leeren Händen. Er überreichte an die Vorsitzenden des Kapellenvereins Peter Stamm und Thorsten Scholemann einen Geldbetrag. Für das leibliche Wohl und kühle Getränke war an diesem Tag bestens gesorgt.

Die jüngsten Gemeindemitglieder konnten sich bei interessanten Spielen vergnügen. Für zünftige Musik sorgte bei dem Bilderbuchwetter der Musikverein Wegeringhausen unter der Leitung von Meinolf Wurm. Den Abschluss der Jubiläumsfeierlichkeiten bildet im Herbst ein Bilder- und Dia-Abend für alle Helfer.

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