Jubiläum

St.-Franziskus-Schule Olpe: 1000 Schüler fahren nach Rom

Die Kundschafter versammeln sich auf den Marktplatz und stimmen sich mit einer Kugel Eis auf die Fahrt nach Rom ein.

Die Kundschafter versammeln sich auf den Marktplatz und stimmen sich mit einer Kugel Eis auf die Fahrt nach Rom ein.

Foto: Privat / WP

Olpe.  Die St.-Franziskus-Schule Olpe feiert 150. Geburtstag. Aus diesem Anlass fahren die Schüler nach Rom. Und zwar fast 1000 insgesamt.

Mit der Vorfreude auf den Urlaub in der Ferne beginnt auch der Organisationsstress. Die Unterkunft muss gebucht, die Fahrt geplant und die Koffer gepackt werden. Doch was wäre, wenn nicht nur die Familienmitglieder mitreisen, sondern gleich eine ganze Schule? Und zwar mit rund 1000 Schülern, Lehrern, Eltern und medizinischem Personal. Genau das plant die St.-Franziskus-Schule in Olpe. Anlässlich ihres 150. Geburtstages steht der „etwas größere“ Ausflug für 2020 auf dem Programm.

Wie kommt man auf so eine Idee? Schulleiterin Dr. Gerlis Görg und Mitorganisator sowie Lehrer Manuel Cordes schauen sich schmunzelnd an. „Wenn man an seine eigene Schulzeit zurückdenkt, bleiben Fahrten und Exkursionen immer in Erinnerung“, erklärt Dr. Gerlis Görg, die die Vatikanstadt selbst schon einige Male besucht hat. „Aber es sollte anlässlich des Jubiläums eine besondere Fahrt mit einem besonderen Ziel werden.“ So entstand die Idee, mit den Kindern und Jugendlichen der katholischen Schule zu den Quellen ihres Glaubens zu fahren. Ein Vatikanbesuch steht auf dem Programm, wenn es klappt sogar eine Papst-Audienz. Und auch ein Tagesausflug nach Assisi, dort hat der Heilige Franziskus, der Namensgeber der Schule, gelebt. „Da müssen wir natürlich hin“, sagt Manuel Cordes. „So können die Schüler dem Heiligen Franziskus anders begegnen, als wir es ihnen an unserer Schule bieten können.“ Generaloberin Schwester Magdalena und auch ein Priester werden die Gruppe begleiten. Morgen- und Abendimpulse sollen die Zeit in Rom abrunden.

Logistische Organisation

Los geht es am 2. Oktober 2020. Acht Tage bleiben sie in der Vatikanstadt. Aber wie soll das organisiert werden? Eine Fahrt mit mehr als 1000 Menschen? Die St.-Franziskus-Schule hat sich professionelle Unterstützung geholt. Die logistische Organisation übernimmt die Höffmann Touristik GmbH aus Vechta. Der Reiseveranstalter ist spezialisiert auf Großgruppen und Fahrten nach Rom. „Da steckt eine unheimliche Logistik hinter“, betont Cordes, Mathe- und Physiklehrer. „Deswegen ist es auch so wichtig, dass wir einen Partner an unserer Seite haben, der viel Erfahrung mitbringt.“ Immerhin werden rund 20 Busse benötigt. Alleine die Abfahrt in Olpe muss organisiert werden, nicht jede Autobahnraststätte kann mit der Größenordnung angefahren werden.

Ersatzprogramm für Fünftklässler

Vor Ort erfolgt die Verpflegung auch durch das Unternehmen Höffmann, ansonsten werden die Programmpunkte nach Jahrgangsstufen versetzt organisiert. „So fallen wir in den normalen Touristengruppen nicht mehr unbedingt auf“, sagt Cordes schmunzelnd. Mitfahren werden die Klassen 6 bis Q2, das heißt, die Fünftklässler bleiben in der Schule. Aber natürlich wird es für die jüngsten Schüler ein Ersatzprogramm geben, gewöhnlicher Unterricht steht nicht an. „Die Schüler der fünften Klasse sind zu dem Zeitpunkt der Rom-Fahrt noch nicht lange bei uns, das heißt, sie kennen sich gegenseitig auch noch nicht gut“, erklärt Dr. Gerlis Görg. „Die Kinder machen in der Zeit ein Zirkusprojekt, bei dem sie sich kennenlernen können.“

Unterkommen werden die rund 1000 Mitreisenden, zu denen auch Eltern der Sechstklässler gehören, allesamt in der Wohnanlage Camping Fabulous, die nur wenige Kilometer von Rom entfernt liegt. Eine 30 Hektar große Anlage mit mehreren Bungalows für Kleingruppen. Es gibt eine Arena, wo sich auch alle Schüler treffen können sowie einen Freizeitbereich mit Sportplätzen.

Kundschafter unterwegs

Um Programmpunkte organisieren zu können, werden sich 27 Schüler und fünf Lehrer schon in diesem Jahr auf den Weg nach Rom machen. Die Kundschafter, die das Vergnügen haben, schon mal die Unterkunft zu inspizieren oder Programmpunkte zu testen, reisen vor den Herbstferien im Oktober in die Hauptstadt Italiens. Natürlich nicht nur zum Spaß. „Im Prinzip ist das die Fahrt im Kleinen“, erklärt Manuel Cordes, der Teil des Kundschafter-Teams ist. „Wir werden mit Ergebnissen, Erfahrungen und Ortskenntnissen zurückkommen.“ Die 27 Schüler sollen ihren Schulkameraden während der eigentlichen Fahrt 2020 als Lotsen vor Ort helfen. „Unser Ziel ist es natürlich auch, ein paar Eindrücke mitzubringen“, fügt Manuel Cordes noch hinzu. „Schließlich wollen wir bei unseren Schülern auch Vorfreude entfachen.“

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