Bildung

Stadt Lennestadt investiert Millionen in die Schulen

Paul Kleffmann (Bereich Hochbau), Britta Hess (Bereich Schulen) und Bürgermeister Stefan Hundt stellen den Umbau der früheren Barbara-Realschule vor. Jeder zwei Klassenraum verfügt bald über einen Differenzierungsraum und über eine sogenannte Lerninsel. 

Paul Kleffmann (Bereich Hochbau), Britta Hess (Bereich Schulen) und Bürgermeister Stefan Hundt stellen den Umbau der früheren Barbara-Realschule vor. Jeder zwei Klassenraum verfügt bald über einen Differenzierungsraum und über eine sogenannte Lerninsel. 

Foto: Volker Eberts / WP

Meggen/Lennestadt.  Realschulgebäude in Meggen wird für 961.000 Euro umgebaut. Aber bis zum Ferienende wird nicht alles fertig sein.

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Überall in der früheren St. Barbara-Schule in Meggen stehen zwischen Stahlstützen und unverkleideten Ständerwänden Eimer, Leitern und Werkzeug herum. Zwischen Paletten von Rigipsplatten werkeln Handwerker, es staubt gewaltig und riecht nach Kleber und Baustoffen. Kaum zu glauben, dass in diesem Rohbau ab kommender Woche mehr als 600 Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule Hundem-Lenne einen sauberen Lernplatz finden werden, nachdem die Realschule mit Ende des letzten Schuljahr ausgelaufen ist.

Schule hat jetzt 80 Lehrer

„Doch, es wird klappen“, sagt Paul Kleffmann vom Bereich Hochbau im Rathaus mit Überzeugung. Zwar werde noch nicht alles fertig werden, doch das sei mit der Schulleitung abgestimmt. Das neue Lehrerzimmer für insgesamt 80 Pädagogen (inklusive des Teilstandorts Kirchhundem) in der früheren Aula, die Verwaltungsräume und auch die Flure werden bis Ende der Ferien bis auf die Möbel fertig sein. Einige Klassenräume werden erst nach den Sommerferien nutzbar, WCs nach den Herbstferien. Der neue Aufzug als Sahnehäubchen des Umbaus wird wohl erst um Weihnachten herum funktionieren.

Handwerker alle ausgebucht

Hat die Stadt also zu optimistisch geplant? Nein, betonen Kleffmann und auch Bürgermeister Stefan Hundt. „Auch wir haben das Problem qualifizierte Firmen zu bekommen“, so Kleffmann. Alle Bauhandwerker seien komplett ausgebucht. Und: „Wenn bei einer kleineren Firma auch nur ein Mitarbeiter ausfällt, stimmt die ganze Planung nicht mehr.“ Durch Zeitverzug in einem Gewerk verschieben sich die Anschlussarbeiten. Dennoch lobt der städtische Hochbauplaner die heimischen Handwerker: „Auf unsere Leute hier in der Region kann man sich verlassen.“

In Beton gegossen

Aber auch bautechnisch stellt der Umbau der Realschule eine Herausforderung dar. Der mehr als 50 Jahre alte Bau stammt noch aus der Zeit, als fast alles in Beton gegossen wurde. „Für Durchbrüche von Türen und Fenster haben wir vier Wochen lang Beton rausgestemmt und geschnitten.“ Und in jeder Decke, die aufgemacht wurde, habe sich ein neues Problem gefunden, vor allem wegen des Brandschutzes.

Moderne Raumstruktur

961.000 Euro investiert die Stadt allein in den Umbau des früheren Realschulgebäudes. So gibt es künftig nach den neuesten pädagogischen Vorgaben zur Unterstützung von Gruppenarbeit für je zwei Klassenräume einen zusätzlichen Differenzierungsraum und eine sogenannte Lerninsel für Einzelunterricht. Dass alle Räume eine moderne technische und digitale Ausstattung bekommen, wie Britta Hesse vom Bereich Schule betont, liegt auf der Hand.

Klimaanlage für das PZ

Auf der anderen Seite des Schulhofes wurden 200.000 Euro in eine neue Lüftungs- und Klimaanlage des PZ bzw. die Aula der früheren Anne-Frank-Schule investiert, die letztes Jahr ebenfalls auslief. Ansonsten seien die Räume, die nun ebenfalls komplett von der in Meggen fünfzügigen Sekundarschule genutzt werden, auf einem guten Stand. Sie waren erst 2007 für eine Million Euro komplett saniert worden. Die früheren Lehrerzimmer sollen als Besprechungsräume genutzt werden. Hundt: „Die Raumstruktur kann so übernommen werden.“


Spaß am Lernen

Für Bürgermeister Hundt ist jeder Euro in Bildung gut investiert. „Wir investieren massiv in unsere Schulstruktur“, so der Bürgermeister. „Schüler und Lehrer sollen Spaß am Lernen haben“. Dafür müssten die Schulen modern ausgestattet, barrierefrei und auch für inklusiven Unterricht hergerichtet werden. Nicht nur in Meggen wird gebaut, an fast allen Grundschulen sind die Handwerker tätig, wird saniert und renoviert. Und im nächsten Jahr geht es weiter, dann steht der Umzug der Grundschule Elspe in die ehemalige Hauptschule an. Der Umbau der Schule wird eine weitere Million Euro verschlingen.

Schülerzahlen steigen

Für die Stadt sind dies Investitionen in die Zukunft, gestützt durch den aktuellen Schulentwicklungsplan. Denn der weist in den nächsten Jahren zum Teil sogar steigende Schülerzahlen aus. Stefan Hundt: „Wir haben eine stabile Situation sowohl im Grund- als auch im Sekundarbereich.“

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