Bauboom

Stadt Lennestadt verbaut mehr als 20 Millionen Euro

Auf dem Gelände des früheren Sägewerkes Patt entstehen derzeit parallel mehrere neue Firmengebäude. Jeder Quadratmeter ist mittlerweile verkauft.  

Auf dem Gelände des früheren Sägewerkes Patt entstehen derzeit parallel mehrere neue Firmengebäude. Jeder Quadratmeter ist mittlerweile verkauft.  

Foto: Volker Eberts

Lennestadt.   Auf dem Bau ist einiges los. Die Stadt Lennestadt arbeitet derzeit an 43 verschiedenen Projekten im Tief- und Hochbau.

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Hier und da stehen Baukräne im Stadtgebiet, aber so verstreut über die Orte, dass kaum einer auf die Idee kommt, dass die Stadt derzeit an mehr als 40 Projekten gleichzeitig arbeitet, mit einem Auftragsvolumen von mehr als 20 Millionen Euro. Einige wurden kürzlich abgeschlossen, andere sind noch in der Planung. Bürgermeister Stefan Hundt, Beigeordneter Karsten Schürheck, Stadtwerkeleiter Peter Quinke und Paul Kleffmann, Bereichsleiter Hochbau, präsentierten die gesamte Liste aus dem Tief- und Hochbaubereich.

Organisationsdruck

„Wir sind gut unterwegs“, so Bürgermeister Stefan Hundt. Und das ist in diesen Zeiten keine Selbstverständlichkeit. Denn der boomende Baumarkt hat die übliche Planung und Organisation gründlich durcheinander gewirbelt. Hundt: „Wir stehen unter einem erheblichen Handlungs- und Organisationsdruck, weil der private Baubereich sehr angespannt ist.“ Folge: „Der Hochbau ist dicht, die Auftragsbücher der Handwerker sind prall gefüllt.“ Die Vorlaufzeiten, bevor die Bagger rollen, haben sich mittlerweile verdoppelt. Paul Kleffmann: „Früher konnte man im ersten Halbjahr planen und im zweiten bauen, heute haben wir mindestens ein Jahr Vorlaufzeit.“ Im Tiefbau habe sich die Lage etwas entspannt. Dadurch, dass man unter keinem zeitlichen Druck stehe, sei es gelungen, die Aufträge zu realen Preisen zu vergeben. Dennoch müsse man im Takt der Privatinvestoren arbeiten, so der Bürgermeister. Auch seien alle Projekte im Haushalt so abgebildet, dass die Stadt flexibel arbeiten könne. Nicht alle Projekte muss die Stadt allein bezahlen, der neue P+R-Parkplatz am Bahnhof im Grevenbrück zum Beispiel wird zu 65 Prozent bezuschusst.

Tiefbau am teuersten

Das größte Auftragsvolumen, ca. 14 Millionen Euro, schluckt der Tiefbau. Größte Positionen sind hier der Ausbau der Lannermecke in Kirchveischede, der dies Jahr noch abgeschlossen wird (1,31 Millionen Euro) und der erste Bauabschnitt am Eiling in Meggen mit 1,375 Millionen Euro. Die Ausschreibung ist abgeschlossen, die Angebote sind laut Peter Quinke in der Prüfung. Für die Erneuerung von Straßendecken wird die Stadt im zweiten Jahr hintereinander 1 Million Euro ausgeben.

Im Hochbaubereich bleiben die Unterhaltung, Sanierung und Erweiterung der Schulgebäude wieder ein großer Kostenfaktor. In das Städtischen Gymnasium werden bis 2022 1 Million Euro investiert, in die Sekundarschule Meggen 640.000 Euro und in die frühere Hauptschule Elspe 900.000 Euro, damit hier die Grundschule einziehen kann.

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