Baustelle

Brücke Öhringhausen wird gesprengt - Vollsperrung der B54/55

Die Talbrücke Öhringhausen im Verlauf der Bundesstraße 55, direkt hinter der Anschlussstelle Olpe der A45 in Fahrtrichtung Drolshagen, wird durch einen Neubau ersetzt.

Foto: Peter Plugge

Die Talbrücke Öhringhausen im Verlauf der Bundesstraße 55, direkt hinter der Anschlussstelle Olpe der A45 in Fahrtrichtung Drolshagen, wird durch einen Neubau ersetzt. Foto: Peter Plugge

Olpe/Drolshagen.   Die Spannbetonbrücke im Verlauf der B 54/55 muss Neubau weichen. Die Sprengung ist noch in diesem Jahr möglich. Das hieße dann: Zwei Jahre Vollsperrung zwischen Drolshagen und Olpe.

Die Sanierung oder gar der komplette Austausch in die Jahre gekommener Stahlbetonbrücken sind derzeit und mittelfristig die großen Baumaßnahmen im Kreis Olpe. Wurde gerade mit der Sanierung der Talbrücke Kessenhammer begonnen und wartet man auf das Stahlgerüst, das der Ihnetalbrücke bei Attendorn bis zur Fertigstellung eines Ersatzbaus die notwendige Stabilität verleihen soll, damit der Verkehr wieder störungsfrei auf ihr rollen kann, so wirft eine weitere Großbaustelle ihren Schatten voraus.

Wahrscheinlich noch in diesem Jahr, mit Sicherheit aber im kommenden Frühjahr wird mit dem Ersatzbau der Öhringhauser Talbrücke im Verlauf der B 54/55 in Fahrtrichtung Drolshagen, unmittelbar hinter der Autobahn-Anschlussstelle Olpe begonnen.

Abriss noch in diesem Jahr möglich

Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes knall auf fall, denn der Abriss des 134 Meter lange Stahlbetonbauwerks ist als Sprengung vorgesehen, wie Karl-Josef Fischer, Medienbeauftragter der Niederlassung Südwestfalen des Landesbetriebs Straßen NRW, im Gespräch mit dieser Zeitung erläuterte. Trotzdem wird es insgesamt wohl zwei Jahre dauern, bis die neue Brücke befahrbar ist. Bei der aus dem Jahr 1966 stammenden Talbrücke Öhringhausen handelt es sich um eine Plattenbalkenbrücke aus Spannbeton, deren Spanndrähte korrosionsgefährdet sind.

Die Ausschreibung für die Maßnahme, die zwischen 6 und 7 Millionen Euro kosten soll, wird derzeit beim Landesbetrieb Straßen NRW vorbereitet und soll Ende August/Anfang September veröffentlicht werden. Eine Auftragsvergabe wäre dann Ende Oktober/Anfang November möglich. Dann muss der Auftragnehmer die Ausführungsplanung für die neue Brücke erstellen lassen. Trotzdem ist es laut Karl-Josef Fischer möglich, dass die Sprengung der alten Brücke noch in diesem Jahr erfolgt.

Dann müssen zunächst rund 2 250 m³ oder 5 000 Tonnen Spannbeton und anschließend 11 300 m³ Bodenaushub beseitigt werden. Der Beton wird wahrscheinlich recycelt. Karl-Josef Fischer: „Für die Beseitigung des Abbruchmaterials ist der Auftragnehmer verantwortlich“.

Danach kann mit dem Bau der neuen Brücke begonnen werden, die etwas kleiner, oder besser gesagt schmaler ausfällt. Währen das jetzige Bauwerk 22,85 Meter breit ist, wird das neue nur 15,35 Meter breit. Trotzdem wird man beim Bau rund 3 180 m³ Beton, 460 Tonnen Armierungsstahl und 25 Tonnen Spannstahl verarbeiten.

Die Umleitungsstrecke

Folgende Umleitungsstrecke wird für den Verkehr auf der B 54/55 zwischen Olpe und dem Rest Kreises, der A 45 und Drolshagen gelten: Über die L 512 in Richtung Attendorn, am ersten Abzweig nach Sondernlinks ab über die Straße der Stadt Olpe in Richtung Hitzendumicke, von wo aus es auf der Kreisstraße 13 über Dumicke, Bühren, Fahrenschotten und Wintersohl wieder auf die B 55 geht. Allerdings will der Kreis Olpe die K13 im unteren Bereich zwischen Wintersohl und Wenkhausen erneuern. Dann führt die Umleitung ab Essingausen über die K 16 und K 15 nach Drolshagen. Entsprechendes gilt für die Gegenrichtung. Nach Fertigstellung Brücke schließen sich weitere Baumaßnahmen in der Anschlussstelle Olpe an.

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