Kreis Olpe gibt grünes Licht

Taxitarife im Kreis Olpe steigen um rund zehn Prozent

Taxi-Kunden im Kreis Olpe müssen künftig tiefer in die Tasche greifen. Die Preise steigen.

Taxi-Kunden im Kreis Olpe müssen künftig tiefer in die Tasche greifen. Die Preise steigen.

Foto: WP Michael Kleinrensing

Kreis Olpe  Der Taxameter startet künftig bei einer Grundgebühr von 3,10 Euro, jeder gefahrene Kilometer kostet 2,10 Euro am tag, 2,20 Euro in der Nacht.

. Die Taxi-Tarife im Kreis Olpe werden steigen. Der Kreisausschuss entsprach gestern Abend einem Antrag des Privaten gewerblichen Straßenpersonenverkehrs Nordrhein-Westfalen e.V. Im Namen der im Kreis Olpe ansässigen Unternehmen hatte der Verein im September eine rund 10-prozentige Tariferhöhung beantragt: Eine Anhebung der Grundgebühr von 2,80 Euro auf 3,10 Euro am Tag und von 3,70 Euro auf 4 Euro in der Nacht sowie an Sonn- und Feiertagen. Anhebung der Kilometergebühr bei Zielfahrten von 1,90 Euro auf 2,10 Euro am Tag sowie von 2 Euro auf 2,20 Euro in der Nacht sowie an Sonn- und Feiertagen.

Begründet wird der Preisanstieg mit der Erhöhung insbesondere des Mindestlohnes. So habe sich der Mindestlohn von 8,50 Euro im Jahre 2015 auf 9,19 Euro im Jahre 2019 entwickelt. Dies macht eine Erhöhung von 8,1 Prozent aus. Eine weitere Anhebung des Mindestlohnes im Jahr 2020 sei bereits geplant. Hinzu kommt, dass die Personalnebenkosten im gleichen Verhältnis gestiegen seien. Weitere Kostensteigerungen für die Unternehmen ergäben sich unter anderem bei Kfz-Haftpflicht und Vollkaskoversicherung, der Einführung fälschungssicherer Taxameter, durch die Datenschutzgrundverordnung, bei der Beschaffung von Fahrzeugen (+5,28 Prozent) sowie Preissteigerungen bei Kraftstoff, Reparaturen, Inspektionen und Wagenwäsche.

Vor allem die Dieselpreise sind nach Darstellung des Verbandes ein Preistreiber. Allein 2018 sei der Dieselkraftstoff um 8,9 Prozent teuerer geworden.

Mit Bauchschmerzen

Landrat Beckehoff eröffnete die kurze Diskussion über die Vorlage mit dem Hinweis, dass ein solcher Antrag „immer mal wieder gestellt“ werde und dann „mit Bauchschmerzen genehmigt“ werde. Claudia Berling (FDP) stellte angesichts der von den Unternehmen gewünschten Tariferhöhung die Frage nach den Verpflichtungen, die ein Taxi-Unternehmen eingehe. Insbesondere aus dem Raum Drolshagen hätte sie Beschwerden erreicht, dass dort bisweilen keine Reaktion erfolge, wenn man ein Taxi rufe: „Am Wochenende klappt das wohl ganz gut, aber unter der Woche ist es schwierig.“

Kreisdirektor Theo Melcher verwies auf die Bereitstellungs- und Beförderungspflicht für Taxi-Unternehmer: „Wenn solche Beschwerden kommen, und das ist immer mal wieder der Fall, dann gehen wir denen nach. Aber dann gibt es im Einzelfall immer Gründe, warum eine Fahrt zu diesem Zeitpunkt nicht möglich war. Aber nochmal, wir gehen solchen Beschwerden nach.“

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