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„Tour der Hoffnung“ macht erstmals Halt in Gemeinde Wenden

Tour der Hoffnung mach Halt in Wenden.

Tour der Hoffnung mach Halt in Wenden.

Foto: Verena Hallermann / WP

Wenden.  Die „Tour der Hoffnung“ unterstützt krebskranke Kinder. Dieses Mal macht die Tour auch in der Gemeinde Wenden Halt. Viele Promis sind dabei.

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Ein bisschen Schweiß steht ihm auf der Stirn, als er sein Fahrrad zum Stehen bringt. Er greift zur Trinkflasche, atmet tief durch, streift die Strähnen aus dem Gesicht. Ein Lächeln liegt auf seinen Lippen. Wer er ist, ist völlig egal. Nur so viel ist wichtig: Er ist einer von insgesamt 195 Radlern, die heute mit der „Tour der Hoffnung“ in Wenden vor dem Rathaus Halt machen. Dass zwischen ihnen einige Prominente stehen, fällt kaum auf. Unter ihren Helmen, hinter ihren Sonnenbrillen sind sie nicht zu unterscheiden –doch vor allem das Ziel, kranke Kinder zu unterstützen, vereint sie.

Warten auf die Ankunft

Donnerstag, 12.30 Uhr, Rathausplatz Wenden. Die Bürgermeister Bernd Clemens (Wenden) und Peter Weber (Olpe) sind im Gespräch vertieft. Sängerin Jessica Fischer greift zum Mikrofon, singt von Queen „I want it all“. Eiskunstläuferin und Moderatorin Marina Kielmann steht daneben, wirft hin und wieder einen Blick zur Straße. So wie die etlichen Bürger, die heute gekommen sind, wartet sie darauf, dass die Radler-Gruppe, die um 9.30 Uhr im Siegener Stadtteil Eiserfeld gestartet ist, ankommt.

Prominente Sportler

Und da sind sie. Gemeinsam fahren sie auf den Rathausplatz. Unter ihnen ist der deutsche Fußballtrainer, -manager und ehemaliger Fußballspieler Felix Magath. Auch der Fernsehmoderator und Journalist Johannes B. Kerner gehört dazu.

„Das ging ja ruck zuck“, freut sich die Moderatorin, als sich alle auf dem Platz versammeln. Einige der prominenten Gäste werden nach vorne gebeten. Dazu gehört Gustav Adolf Schur. Er ist 88 Jahre alt und nun schon zum neunten Mal dabei. Schur ist ein ehemaliger deutscher Radrennfahrer. Er war neunmaliger Sportler des Jahres und damit der populärste Sportler in der DDR.

Höchste Spende vom Lions Club

Auch Dr. Franz-Josef Kemper, ehemaliger Leichtathlet, der seine größten Erfolge als 800-Meter-Läufer in den 1960er- und 1970er-Jahren erzielt. „Ich bin jetzt seit 20 Jahren dabei“, erzählt er. „Wir haben Spaß dabei, aber für uns steht die Sache im Vordergrund, Kindern zu helfen. Im Prinzip sind wir eine große Familie. Vielleicht bin ich mit 80 Jahren auch noch dabei.“

Und dann ist es soweit. Bürgermeister Bernd Clemens holt den Scheck hervor. Zahlreiche Firmen und Institutionen aus dem Wendschen haben sich beteiligt, um die „Tour der Hoffnung“, die das erste Mal in der Gemeinde Halt macht, zu unterstützen. „Die Summe, die hier steht ist noch nicht ganz aktuell“, sagt Clemens und freut sich, dass die Gemeinde Wenden insgesamt 11.000 Euro beitragen kann. „Krebskranken Kindern Hoffnung zu schenken, das ist der Hauptzweck, warum wir das heute machen.“ Die Gemeinde Wenden beteiligt sich mit 1500 Euro, genau wie die Sparkasse Olpe-Drolshagen-Wenden. Die größte Spende in Höhe von 3000 Euro kommt vom Lions Club Olpe-Kurköln.

Auch Dietmar Heß, Bürgermeister der Gemeinde Finnentrop, ist heute mitgeradelt. Und das nicht zum ersten Mal. „Seit 2004 fahre ich schon mit“, erzählt er. „Das ist natürlich eine gute Sache, um kranke Kinder zu unterstützen. Und wenn man sieht, dass man die Chance hat, wirklich etwas zu bewegen, dann macht das richtig Spaß. Außerdem habe ich ein großes Herz für den Sport.“ Gleich geht es weiter Richtung Möllmicke und Gerlingen. Und morgen wird die Tour nochmal richtig anstrengend, weiß Heß. „Dann geht es teilweise durchs Bergische Land. Und da sind ein paar Höhen dabei.“

Gemeinsames Ziel

Doch genau wie seine Mitstreiter scheut er die insgesamt 377 Kilometer lange Benefiz-Radtour, die in diesem Jahr vom 14. bis zum 17. August stattfindet, nicht. Christian Pilz aus Rothemühle, Vorsitzender der Elterninitiative krebskranker Kinder Siegen, ist jetzt zum zehnten Mal dabei. Er bringt es auf den Punkt, warum sich so viele dafür begeistern lassen, ordentlich in die Pedalen zu treten: „Die Kinder, die Krebs haben, die müssen sich viel mehr anstrengen als wir.“

Weitere Bilder von der „Tour der Hoffnung“ in Wenden finden Sie unter www.wp.de/olpe

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