Karneval

Veilchendienstag im Kreis Olpe: „Soll ich mich verstecken?“

Tausende Jecken feiern beim Veilchendienstagszug in Attendorn am Dienstag Karneval. Die Zuschauer machen sich um ihre Sicherheit nach den Ereignissen von Volkmarsen keine Sorgen.

Tausende Jecken feiern beim Veilchendienstagszug in Attendorn am Dienstag Karneval. Die Zuschauer machen sich um ihre Sicherheit nach den Ereignissen von Volkmarsen keine Sorgen.

Foto: Barbara Sander-Graetz

Attendorn/Grevenbrück.  Die Amokfahrt in Volkmarsen ist auch bei den Veilchendienstagszügen in Attendorn und Grevenbrück Thema. So reagieren Zuschauer und Veranstalter.

Ulla Krüger aus Attendorn schüttelt kurz mit dem Kopf. Nein, Angst habe sie nicht, versichert die Seniorin glaubhaft. „Ich denke auch nicht, dass so etwas bei uns passieren wird“, ergänzt sie.

Natürlich spielt Krüger, die am Dienstagmorgen am Straßenrand den Aktiven des großen Veilchendienstagzuges in der Hansestadt zujubelt, auf die schrecklichen Geschehnissen vom Rosenmontag im hessischen Volkmarsen an.

Dort war ein Mercedes-Fahrer nach bisherigen Erkenntnissen mit voller Absicht in das friedlich feiernden Karnevalsvolk gerast und hatte dabei viele Menschen teils schwer verletzt. Die Hintergründe der Tat sind noch nicht klar. „Es ist wirklich schrecklich, was dort passiert ist und es macht mich natürlich auch betroffen“, betont Krüger.

Jecken sehen Sicherheitsfrage gelassen

Sorgen um ihre Sicherheit, das ergaben einige Gespräche mit Zuschauern am Straßenrand, haben die Jecken nicht. „Soll ich mich wegen solch eines Bekloppten zu Hause verstecken?“, ist Tobias aus Valbert nach dem Motto „Jetzt erst recht“ nach Attendorn gekommen. Und ein Besucher aus Olpe versichert: „Ich fühle mich absolut sicher und habe mir keine Gedanken nach dem Attentat in Hessen gemacht.“