Wisentstreit

Verwaltungsgericht weist Klage der Waldbauern ab

Hermann Pohl und Lucas von Fürstenberg, Vertreter der geschädigten Waldbauern, an einer geschädigten etwa 70 Jahre alten Buche. Sie hatten damit gerechnet, dass das Verwaltungsgericht die Klage abweisen wird.  

Hermann Pohl und Lucas von Fürstenberg, Vertreter der geschädigten Waldbauern, an einer geschädigten etwa 70 Jahre alten Buche. Sie hatten damit gerechnet, dass das Verwaltungsgericht die Klage abweisen wird.  

Foto: Volker Eberts

Lennestadt/Kirchhundem.   Land und Kreis Siegen-Wittgenstein seien nicht für die Schäden durch die Wisente verantwortlich, urteilten die Richter in Arnsberg.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Das Verwaltungsgericht in Arnsberg hat die Klage von vier Waldbauern aus Milchenbach und Oberhundem abgewiesen. Das bestätigte gestern Hartmut Schauerte, der die Waldbauern juristisch berät (wir berichteten).

Ursache für die Schäden, die die Wisente in den Wäldern am Rothaarkamm verursachen, sei nicht der Vertragsabschluss zwischen dem Land NRW und dem Kreis Siegen-Wittgenstein mit dem Trägerverein des Wisentprojekts, so die Verwaltungsrichter in ihrem 40-seitigen Urteil. Deshalb sei die Klage gegen den Vertrag unzulässig. Laut Hartmut Schauerte habe sich das Gericht mit den Gründen für die Schäden gar nicht inhaltlich auseinandergesetzt. Schauerte: „Ich halte das für juristisch kühn“. Die Waldbauern hatten nach der mündlichen Verhandlung bereits mit der Entscheidung gerechnet. Die Waldbauern-Seite werde das Urteil jetzt genau prüfen. Schauerte hofft auf eine politische Lösung, nachdem auch der Landrat des Kreises Siegen-Wittgenstein gesagt habe, dass man nun zu einer Lösung kommen müsse.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben