Gastronomie

Viele Gäste, leckeres Essen und Wartezeiten in Lennestadt

Seit einem Jahr ist die Hohe Bracht nach der Sanierung wieder geöffnet. Tausende besuchten den Turm und das Restauran 

Seit einem Jahr ist die Hohe Bracht nach der Sanierung wieder geöffnet. Tausende besuchten den Turm und das Restauran 

Foto: Volker Eberts

Lennestadt.   Bis zu 1000 Gäste am Tag: Hohe-Bracht-Pächter Dalibor Divkovic zieht nach einem Jahr zufriedene Bilanz und hat aus Defiziten gelernt.

Auf der Hohen Bracht ist es jetzt, wo die Tage kürzer und kühler werden, ein wenig ruhiger geworden. Für Pächter Dalibor Divkovic und sein Team Zeit und Gelegenheit, ein wenig durchzuatmen und nach der Neueröffnung vor fast genau einem Jahr Bilanz zu ziehen. Und die fällt durchweg positiv aus – wenn auch noch nicht alles rund lief. „Ich bin sehr zufrieden“, sagt der Gastronom, „und ich habe jetzt einen Maßstab, an dem ich mich orientieren muss.“

Denn mit den großen Besucherströmen, die besonders an Sonn- und Feiertagen den Aussichtsturm besuchten, hatte er nicht gerechnet. Bis zu 1000 Gäste kamen an einigen Tagen auf die Hohe Bracht. „Es war teilweise Wahnsinn“, so der 40-Jährige. Es sei schwer gewesen bei 250 Gästen auf der Außenterrasse draußen und 150 drinnen noch „Herr der Lage“ zu bleiben.

Lange Wartezeiten

An den Hochbetrieb-Tagen mussten Gäste zum Teil recht lange auf eine Bedienung und auf ihre bestellten Speisen und Getränke warten. Dalibor Divkovic weiß das und reagierte. „Wir haben dann die Speisekarte reduzieren müssen, sonst war das nicht zu schaffen“, sagt er.

Das Problem sei auch, gutes Personal zu finden. Ein Problem, das alle Gastronomen in der Region kennen. „Hier in Südwestfalen ist das Umfeld nicht so attraktiv wie in Köln, dort gibt es auch viele Studenten, die Kollegen haben es dort einfacher.“

Neues Team

Das erste Jahr sei schon eine Herausforderung gewesen. Ein Konzept auf dem Papier in die Realität umzusetzen, das gehe nicht von heute auf morgen, das sei ein Prozess. „Wir tun alles dafür, um die Fehler so schnell wie möglich abzustellen.“ Mittlerweile habe sich das Team gefunden und die Abläufe seien besser geworden.

15 Mitarbeiter haben die Hohe Bracht bereits im ersten Jahr wieder verlassen, neue sind dazu gekommen. Divkovic: „Ich bin sicher, dass ich mit dem jetzigen Team gut arbeiten kann und ich weiß auf jeden Fall, was im nächsten Jahr auf mich zukommt.“

Mehr als Schnitzel

Er ist überzeugt, dass er den Spagat zwischen Ausflugslokal und einem Restaurant mit interessanter und abwechslungsreicher Küche schaffen wird. Vom italienischen Abend über amerikanisches Barbecue-Buffet bis zur brasilianischen Küche ist alles möglich.

„Man muss sehr wandelbar sein und mit der Zeit gehen“, so Divkovic, der sich wünscht, die Hohe Bracht mit dem Restaurant „588“ nicht nur als Ausflugslokal, sondern auch als eine Adresse zu etablieren, in dem man abends gemütlich gut essen und Zeit mit der ganzen Familie verbringen kann und will. Das ist Rolf Schauerte, erster Pächter des Restaurants im KulturBahnhof in Grevenbrück, schon gelungen.

Nach fünf Jahren Pionierarbeit wird Schauerte den Bahnhof zum 1. März kommenden Jahres verlassen, mit einem gutem Gefühl, wie er sagt. „Es waren fünf Jahre, die ich nicht vermissen möchte. Die Arbeit mit jungen und tollen Leuten hat mir sehr viel Freude gemacht. Hier steckt viel Planungsarbeit von mir mit drin. Es war ein Abschnitt in meinem Leben und jetzt kommt etwas Neues“, so Rolf Schauerte, der auch eine Unternehmensberatung betreibt.

Meggener Wechsel

Für Gesellschaftsfeiern, Hochzeiten, Silvesterpartys etc. ist der EssBahnhof heute eine erste Adresse. Schauerte ist es mit seinen guten Kontakt in die Musik- und Künstlerszene aber auch gelungen, den Bahnhof als Kultur- und Musiklokal zu etablieren. „Der kulturelle Bereich, das war mein Ding“.

Sein Nachfolger wird Michael Knoche, derzeit Wirt des Restaurants „Lobby“ in der Attendorner Stadthalle. Er will ab März 2019 an das erfolgreiche Konzept, wenn auch mit eigener Handschrift, anknüpfen. Rolf Schauerte, wie Knoche ein gebürtiger Meggener, wird ihm gern wertvolle Tipps geben. Das ist schon verabredet.

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