Soziales Engagement

Viele Gründe zur Freude bei der DLRG-Ortsgruppe Oberhundem

Andreas Pollak, stellvertretender Landesvorsitzender (rechts) zeichnet Carsten Picker (links) mit der Ehrennadel des Landesverbandes aus. Lars Ptt, Tobias Jung und Sebastian Kaiser (von links) erhielten das Verdienstabzeichen in Bronze.

Andreas Pollak, stellvertretender Landesvorsitzender (rechts) zeichnet Carsten Picker (links) mit der Ehrennadel des Landesverbandes aus. Lars Ptt, Tobias Jung und Sebastian Kaiser (von links) erhielten das Verdienstabzeichen in Bronze.

Foto: Nicole Voss

Oberhundem.   Großes Lob für das Engagement der Gruppe. Dank der Helfer können die neue Fahrzeughalle sowie zwei Fahrzeuge in Betrieb genommen werden

Rechtzeitig vor Beginn der Sommersaison kann die DLRG Oberhundem den Erfolg von unzähligen Arbeitstunden ehrenamtlicher Helfer präsentieren: Die neue Fahrzeughalle und gleichzeitig die offizielle Inbetriebnahme von zwei neuen Fahrzeugen. „Die Fahrzeughalle ist ein wahres Schmuckstück geworden, passt sich gut in die Landschaft ein und bietet eine hervorragend Behausung für die neuen Fahrzeuge, darunter auch den frisch lackierten Unimog aus Bundeswehrbeständen“, lobte Dietmar Meeser, stellvertretender Landrat, am Samstag bei der Feierstunde und fügte hinzu, dass die DLRG Oberhundem, mit über 500 Mitgliedern eine große und wichtige Gemeinschaft im gesamten Kreis Olpe sei.

Geschichte beginnt 1974

Beispielhaft für das Engagement nannte Dietmar Meeser die Schwimm- und Rettungsschwimmerausbildung im „Bad am Rothaarsteig“, den Wachdienst an der Biggetalsperre, die Strömungsrettung und die Wasserrettung der Spezialisten, die fest in die Gefahrenabwehr und den Katastrophenschutz des Kreises Olpe eingebunden sind. Abschließend sprach der stellvertretende Landrat der DLRG Oberhundem und allen Ortsgruppen im Bezirk Südsauerland seinen Dank aus: „Wir können froh und dankbar sein, so viele ehrenamtlich engagierte Einsatzkräfte zu haben, die im Notfall zu Helfern und Rettern werden.“

Bürgermeister Andreas Reinéry ging auf die Geschichte der DLRG Oberhundem ein, die 1974 mit sechs Mitgliedern begann und sich bis jetzt auf über 500, davon mehr als 400 Kinder und Jugendliche, steigerte und die Ortsgruppe zu einer der mitgliederstärksten Vereine der Gemeinde Kirchhundem macht. Das Gemeindeoberhaupt ging detailliert auf die vielfältigen Aufgaben und Einsatzgebiete der DLRG Oberhundem ein, der die Jugendarbeit sehr am Herzen liege und bescheinigte der schlagkräftigen Truppe unter anderem: „Enthusiasmus, Eifer, Leidenschaft, Inspiration, Schwung, Tatendrang, Tatkraft und Begeisterung.“ Kreisbrandmeister Christoph Lütticke lobte die gute Zusammenarbeit und stellte die Frage, was Menschen bewege sich ehrenamtlich zu engagieren und gab zugleich die Antwort: „Familiäre Tradition, Technikverständnis, Verantwortung, Spaß und Gemeinschaft erleben. Damit erweisen Sie der Gesellschaft einen großen Dienst.“

Andreas Pollak, Vizepräsident des DLRG-Landesverband Westfalen, lobte ebenfalls das Engagement und nutzte die Gelegenheit, gemeinsam mit Carsten Picker stellvertretend für die zahlreichen Engagierten vier Mitglieder mit dem Verdienstabzeichen in Bronze zu ehren: Lars Patt, Sebastian Kaiser, Tobias Jung und in Abwesenheit den gesundheitlich angeschlagenen Benedikt Sonntag, dem die besten Genesungswünsche gelten. Carsten Picker wurde mit der Ehrennadel des Landesverbandes ausgezeichnet.

Der engagierte Zeitgenosse widmet mehr als sein halbes Leben der DLRG. 1991 trat er ein, wurde 1995 zum zweiten Vorsitzenden und drei Jahre später an die Spitze gewählt. Seit 2007 ist Carsten Picker stellvertretender Bezirksleiter und seit 2008 stellvertretender Leiter Organisation der DLRG Westfalen. Carsten Picker ging in seinem kurzweiligen, unterhaltsamen Rückblick auf den Bau der Fahrzeughalle, der mit der Entdeckung der Bodenplatte der Gemeine Kirchhundem begann und mit dem Beschaffen der finanziellen Mittel fortgesetzt wurde, nachdem das Hallenbad saniert wurde.

Der neue Unimog ist in seinem strahlenden, weißen Erscheinungsbild ebenfalls ein Schmuckstück. Carsten Picker blickte scherzend zurück: „Als die Bundeswehr die Unimogs verschenkte und wir uns bewarben, haben meine Vorstandskameraden sicher gedacht, Jau, jetzt ist er gegen eine Schleuse geschwommen.“ Drei Jahre nach der Bewerbung wurde der Unimog abgeholt und drei Monate daran geschraubt. Als finale Anschaffung folgte noch ein Auto. Was sich im Rückblick von Carsten Picker lustig anhörte, war in Wirklichkeit engagierte Arbeit: Ob beim Bau der Halle, der Restaurierung des Unimogs oder auch bei der Beschaffung der finanziellen Mittel.

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