Schützenfest

Vogelschießen in Kirchhundem: Georg Cordes ist neuer König

Das Königspaar Georg und Tanja Cordes und das Jungschützenkönigspaar Jannik Kampmann und Marie Arens strahlen in die Kamera.

Das Königspaar Georg und Tanja Cordes und das Jungschützenkönigspaar Jannik Kampmann und Marie Arens strahlen in die Kamera.

Foto: Nicole Voss

Kirchhundem  Der 43-Jährige Georg Cordes lässt seinen Emotionen nach dem finalen Schuss freien Lauf. Die Kaiserwürde sichert sich Udo Arndt.

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. Udo Arndt strahlte übers ganze Gesicht und ließ keinen Zweifel daran, wie sehr er sich doch freute, die Kaiserwürde im 110-jährigen Vereinsbestehen des Schützenvereins Kirchhundem erlangt zu haben. Seine emotionale Lage nach dem alles entscheidenden Schuss schilderte der 55-Jährige mit den Worten: „Es war hammermäßig. Alle standen sofort hinter uns.“ 116 Patronen waren nötig, bis Udo Arndt die Träume von der Regentschaft als Kaiser bei Jochen König, Johannes Behle, Jörg Helmer, Matthias Bette und Peter Hennrichs zerplatzen ließ.

Der Dachdecker hatte sich schon im Vorfeld des Hochfestes vorgenommen, den Kaiservogel von der Stange zu holen und dafür gab es auch gute Gründe. Der Fußballer der Altherren des FC Kirchhundem regierte vor 35 Jahren als Jungschützenkönig und vor einem Vierteljahrhundert als König die Kirchhundemer Schützen. Da passte es einfach. Arndt ist übrigens der Erste, der im Kirchhundemer Schützenverein das Triple schaffte.

Zwei Ehrungen

Seine Frau und Kaiserin Susanne war natürlich in die Schießabsichten ihres Mannes eingeweiht und schmunzelte: „Ich habe richtig mitgefiebert. Es war total spannend.“

Udo Arndt zählt zur Korporalschaft „Flapetal“ und wurde nach dem Einmarsch am Freitag in die Schützenhalle gleich zweimal geehrt. Einen Orden gab es für das 25-jährige Königsjubiläum und zudem noch einen Verdienstorden des Sauerländer Schützenbundes für sein 15-jähriges Engagement als Hallenwart der Kirchhundemer Schützenhalle.

Am Samstag krachten die Büchsen erneut. Zwei, die wohl kaum einer beim Königsschießen auf dem Schirm hatte, hatten es auf die Nachfolge von Markus Behle abgesehen: „Taxi“ Bärbel Löcker und Georg „Schorschi“ Cordes. Letztgenannter hatte zunächst auf die Preise mitgeschossen. Der Plan scheiterte. Der Apfel ging an Tobias Grap, die Krone schoss Benedikt Behle und das Zepter holte sich Jens Gerig. Doch Georg Cordes blieb. Das Schießfieber packte den 43-Jährigen und einige Schaulustige animierten den selbstständigen Problembaumfäller zusätzlich.

Vogel fällt bei 197. Versuch

Der 197. Schuss besiegelte das Ende des Aars. Die Emotionen von Georg Cordes fuhren Achterbahn und die neue Majestät fasste das Geschehen in Worte: „Es herrschte so eine tolle Stimmung. Es war gigantisch. Ein unbeschreibliches Gefühl.“ Dem konnte seine Frau und Königin Tanja, die als Erzieherin tätig ist, nur beipflichten.

Zu seinen Lieblingsfreizeitbeschäftigungen zählt der neue König den Motorsport. Die Königsfamilie komplettiert der 14-jährige Sohn Maurice. Auch Jungschützenkönig Jannik Kampmann machte in seinem ersten Anlauf an der Vogelstange alles klar. Der 18-Jährige setzte sich mit dem 119. Schuss gegen Laurin Assmann und Lukas Heimes durch. Zu seiner Mitregentin erkor sich der Jungschützen-Fahnenoffizier Marie Arens aus Deutmecke. Der neue Jungschützenkönig hatte seine Freundin vor die Wahl gestellt: Urlaub oder Schützenfest. Das Ergebnis ist eindeutig. Zu seinen Lieblingsfreizeitbeschäftigungen zählt Jannik Kampmann Unternehmungen mit Freunden und das Fahrrad fahren.

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