Dorfprojekt

Vorletzte Hürde für Mehrgenerationenplatz ist genommen

Im Schatten der Katholischen St. Peter und Paul-Kirche soll der neue Platz gebaut werden.  

Im Schatten der Katholischen St. Peter und Paul-Kirche soll der neue Platz gebaut werden.  

Foto: Volker Eberts

Kirchhundem.  Die Ortsmitte in Kirchhundem soll neu gestaltet werden. Der Förderantrag ist nun endlich auf dem Weg.

Der Zentralort der Gemeinde hat die vorletzte Hürde zum neuen Mehrgenerationenplatz in der Ortsmitte genommen. Der Gemeinderat stimmte jetzt einstimmig einem Vertrag zwischen der Gemeinde und dem Kirchenvorstand der Kirchengemeinde St. Peter und Paul Kirchhundem über die ehrenamtliche Grünpflege des Platzes zu. Jetzt bleibt abzuwarten, dass die Bezirksregierung in Arnsberg das Projekt durchwinkt. Wenn ja, dann winkt der Gemeinde eine Förderung von 90 Prozent von 490.000 Euro aus dem Investitionsprogramm „Soziale Integration im Quartier NRW.“

Entscheidung im Frühjahr

Susanne Kues-Gertz, im Rathaus mit den Förderanträgen betraut, rechnet mit einer Entscheidung aus Arnsberg nicht vor Februar/März nächsten Jahres. Die Chancen, dass das Projekt bereits 2020 berücksichtigt wird, stehen 50:50, denn „das Programm ist mehrfach überzeichnet“, so Susanne Kues-Gertz. Eine solche üppige Förderung weckt großes Interesse im Land, dementsprechend wurden viele Anträge von anderen Kommunen gestellt.

Planung kostet 40.000 Euro

Die Projektidee, die Aufwertung und Neugestaltung der Ortsmitte im Bereich Kirche bis zum Elisabethbrunnen ist schon viele Jahre alt und wurde seinerzeit vom Bürgerverein auf den Weg gebracht, der aus Eigenmitteln rund 40.000 Euro in die Planung investierte. In den Jahren der Haushaltssicherung verfügte die Gemeinde um keine finanziellen Ressourcen, um das Projekt auf den Weg zu bringen.

Im letzten Jahr ist das Projekt dann in mehrerer Hinsicht modifiziert worden. Noch im Mai wurden die Kosten auf 215.000 Euro veranschlagt. Ein Jahr später wurden die Kosten nach DIN neu berechnet, jetzt mit einer Möblierung des Areals mit Sitzplätzen und Spielgeräten sowie Fitnessgeräten und einer barrierefreien Gestaltung.

Gemeinde ist Antragsteller

Antragsteller ist nun nicht mehr der Bürgerverein, der die Gesamtverantwortung für das große Projekt scheut, sondern die Gemeinde. Weiterer Partner ist nun die Kirchengemeinde als Grundstückseigentümerin. Diese verpflichtet sich die grünpflegerischen Arbeiten des 1700 Quadratmeter großen Areals zu übernehmen. Darauf hatten vor allem Vertreter der CDU-Fraktion gepocht, weil die ehrenamtliche Grünpflege auch in anderen Orten üblich sei. „Wir wollen keine Sonderrolle für Kirchhundem“, so Fraktionschef Michael Färber.

Maßstäbe werden strenger angelegt

Bürgermeister Andreas Reinéry wies darauf hin, dass die Fördersituation immer problematischer und die Maßstäbe strenger würden. Man müsse je nach Förderkulisse individuell entscheiden, wer Antragsteller ist. Dem Ort wird es egal sein, wer Bauherr ist. Hauptsache, die lange ersehnten „Mehrgenerationenplätze am Radwegenetz“, wie das Projekt offiziell heißt, werden möglichst bald Realität.

Ortsvorsteherin Tatjana Vente: „Ich freue mich, dass der Gemeinderat den Förderantrag einstimmig unterstützt und das bisherige Engagement des Bürgervereins und der Bürgerinnen und Bürger bei der Planerstellung würdigt. Ein schönes Zeichen.“

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