Spielplätze

Wenden: Triste Spielplätze sollen attraktiver werden

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Der Spielplatz „Am Kapellenplatz“ in Ottfingen wird attraktiver. Bald gibt es ein Klettergerüst, eine Nestschaukel und Sitzmöglichkeiten.

Der Spielplatz „Am Kapellenplatz“ in Ottfingen wird attraktiver. Bald gibt es ein Klettergerüst, eine Nestschaukel und Sitzmöglichkeiten.

Foto: Roland Vossel / WP

Wenden.  Es soll eine Seilbahn, Kletterspielbereiche, Nestschaukel und Sitzmöglichkeiten geben. Insgesamt werden 75.000 Euro investiert.

Es wurde fast zur unendlichen Geschichte. Doch jetzt tut sich was. Für die Umgestaltung des maroden Spielplatzes „Am Kapellenplatz“ in Ottfingen gibt es eine Förderung von 65 Prozent der Kosten aus Mitteln der Dorferneuerung. Das sind 25.623 Euro. Dies teilte Nina Stahl, Fachdienstleiterin Bildung und Soziales bei der Gemeinde Wenden, im Gespräch mit dieser Redaktion mit. Lange hatte man im Wendener Rathaus auf diesen Bescheid der Bezirksregierung Arnsberg gewartet.

Die Pläne für die Umgestaltung der Spielplätze „Auf den Wieden“ in Hillmicke und „Am Kappellenplatz“ in Ottfingen liegen schon länger in der Schublade im Rathaus. „Wir haben alles vorbereitet. Wenn die Bewilligung kommt, können wir sofort loslegen“, hatte Nina Stahl schon im Frühjahr gesagt. Im Rathaus erhoffte man sich eine 65-prozentige Förderung der Bezirksregierung aus dem Dorferneuerungsprogramm für die beiden Maßnahmen, die insgesamt 75.000 Euro kosten.

Doch es herrschte Funkstille. Keiner wusste, ob Mittel fließen und wenn ja, wie viele. Die beiden derzeit eher tristen Spielplätze sollten endlich aufgewertet werden, so die einhellige Meinung. Deshalb fasste der Ausschuss Bildung und Soziales auf Vorschlag der Verwaltung bereits am 29. März folgenden Beschluss: Die beiden Spielplätze werden „unabhängig von den Fördermitteln, schnellstmöglich entsprechend der bisherigen Planungen umgesetzt.“

Warten auf Arnsberg

Das Warten im Wendener Rathaus auf Signale der Bezirksregierung ging weiter. Nina Stahl hatte damals im Ausschuss mitgeteilt, dass aus Arnsberg zugesagt worden sei, dass bis Mitte April ein Bescheid über die beantragten Mittel aus der Landesförderung vorliege. Doch daraus wurde nichts. Entgegen der Ankündigung herrschte weiterhin Funkstille bei der Bezirksregierung.

Zumindest beim Spielplatz in Ottfingen ist jetzt aber endlich Bewegung hereingekommen. Die Verwaltung habe den beantragten vorzeitigen Baubeginn aus Arnsberg genehmigt bekommen, so Nina Stahl vor drei Wochen: „Wir haben den Auftrag vergeben. Wir warten, wann die Firma die Spielgeräte liefern kann.“ Ob aus Arnsberg Gelder für Ottfingen fließen, war allerdings mit dem genehmigten vorzeitigen Baubeginn zunächst weiterhin offen geblieben: „Uns wurde mitgeteilt, dass wir das auf eigenes Risiko machen.“ In der vergangenen Woche gab es dann aber endlich den offiziellen Bescheid über die Bewilligung der Förderung des Spielplatzes in Ottfingen.

Die Maßnahmen in Hillmicke und Ottfingen sind auf Grundlage der Bedarfe in den beiden Ortschaften geplant worden, so die Verwaltung. Eine Reduzierung der Investitionen würde zu Lasten der Attraktivität und Vielfalt der Spielplätze gehen. Auf dem Spielplatz in Hillmicke sind laut Nina Stahl eine Seilbahn und ein Kletterspielbereich geplant und in Ottfingen Sitzmöglichkeiten, eine Nestschaukel und ebenfalls ein Klettergerüst.

In der Gemeinde Wenden gibt es ein Spielplatzkonzept. Insgesamt verfügt die südlichste Kommune des Kreises Olpe über 39 Spielplätze. Bezüglich der Verkehrssicherungspflicht hat die Verwaltung erstmals in diesem Jahr eine externe Firma mit der Hauptuntersuchung der Spielgeräte und der Inventarisierung beauftragt. Durch die Firma werden künftig alle Spielgeräte im jährlichen Intervall geprüft. Reparaturmaßnahmen werden weitestgehend von den Mitarbeitern des Bauhofes durchgeführt.

Flächendeckende Versorgung

Ziel sei weiterhin eine flächendeckende Versorgung mit Spiel- und Bewegungsangeboten für alle Altersklassen. Die Angebote sollen nach folgenden Prioritäten weiterentwickelt werden: Ersatzmaßnahmen bei Sicherheitsmängel, Instandhaltung der vorhandenen Angebote, Neu- und Erweiterungsplanungen zur Erreichung der Versorgungsquote in allen Ortschaften und Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung.

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Trotz der frohen Kunde für Ottfingen, schaut man in Hillmicke weiterhin in die Röhre. Auch „Auf den Wieden“ müsste dringend etwas passieren. „Für Hillmicke gibt es leider noch keine Bewilligung und auch noch keine weitergehenden Informationen zum Zeitpunkt, zu dem wir mit einer Bewilligung rechnen können“, so Nina Stahl.

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