Gewerbegebiet

Wendener Standort besitzt großer Strahlkraft

Im rechten Bereich soll das neue Gewerbegebiet am Gerlinger Autobahnkreuz entstehen.

Foto: Hans Blossey

Im rechten Bereich soll das neue Gewerbegebiet am Gerlinger Autobahnkreuz entstehen. Foto: Hans Blossey

Gerlingen.   Die Vorplanungen für ein neues 70 Hektar großes interkommunales Gewerbegebiet „Gerlingen-Nord“ am Autobahnkreuz laufen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Es ist zwar noch Zukunftsmusik, doch die Verwaltung stimmt bereits ein Loblied auf das neue 70 Hektar große interkommunale Gewerbegebiet „Gerlingen-Nord“ am vierten Quadranten des Autobahnkreuzes Olpe-Süd, dem Bereich „Ruttenberge“, an.

Im Wendener Rathaus wird von „einem Standort mit Strahlkraft weit über das Gemeindegebiet hinaus“ gesprochen. Die Politiker sehen das ähnlich. Bei nur einer Gegenstimme von Marina Bünting (Grüne) beschlossen sie, dass Bürgermeister Bernd Clemens die Vorplanungen für das Mammut-Projekt aufnehmen soll. Im Zuge der Neuaufstellung des Regionalplanes Arnsberg wird dieses Gebiet als Bereich für gewerbliche und industrielle Nutzungen vorgeschlagen. Es soll mit mehreren Kommunen aus der Region geplant und entwickelt werden.

Konzept in Auftrag gegeben

Laut Verwaltung hat die IHK inzwischen ein Gewerbeflächenentwicklungskonzept in Auftrag gegeben, in dem auch dieses Gewerbegebiet berücksichtigt werden soll. Welche Größe es am Ende erreichen wird, hänge im Wesentlichen davon ab, welche Bedarfe aus welchen Kommunen dort untergebracht werden können.

Selbstverständlich seien auch in diesem Gebiet naturschutzfachliche Belange (Wald, Gewässer, Tierarten usw.) zu berücksichtigen, die Einfluss auf die Größenordnung nehmen würden.

Von „einer langfristigen Perspektive für die Gemeinde“ sprach Bürgermeister Clemens in der Ratssitzung. In der Tat: Der Planungszeitraum beträgt 10 bis 15 Jahre, wie Baudezernent Markus Hohmann auf Anfrage dieser Zeitung mitteilte. Nach dem positiven Beschluss im Rat werde man jetzt weiter an der Fläche arbeiten: „Das hat nicht höchste Priorität. Es wird langsam angegangen. Es geht unter anderem um die Frage der Erschließung, wie man von der Anschlussstelle auf die Fläche kommt. Da haben wir einen Termin mit Straßen NRW.“

Auf alle Fälle sei das Vorhaben „eine sehr gute Sache für alle, die davon profitieren“, so Markus Hohmann. Für das neue Gewerbegebiet „Gerlingen-Nord“ soll es einen Anschluss an das Autobahnkreuz Olpe-Süd geben und eine Anbindung an das Industriegebiet „Auf der Mark.“

Geplant ist eine Ortsumgehung für das vom Verkehr arg belastete Gerlingen. Das neue Gewerbegebiet soll über diese direkt angebunden werden. Eine Kreisverkehr-Lösung sowie eine Über- oder Unterführung der A 45 nördlich des Autobahnkreuzes sind im Gespräch. Die Umgehungsstraße würde so direkt ins neue und das bestehende Gebiet „Auf der Mark“ und schließlich auf die L 512 führen. Laut Gutachten der Ingenieurgruppe IVV Aachen würde dies eine Entlastung der Koblenzer Straße in Gerlingen von 3400 Fahrzeugen pro Tag bedeuten.

„Hünsborn-West“ vom Tisch

Wegen der Langfristigkeit wird das interkommunale Gewerbegebiet auch nicht in den neuen Wendener Flächennutzungsplan aufgenommen. Dort stehen zwei Areale, die den aktuellen Gewerbebedarf von 15 Hektar kurz- und mittelfristig abdecken sollen: zum einen die Erweiterung des Gewerbegebietes Hünsborn-West um zehn Hektar und fünf Hektar zusätzliche Gewerbeflächen in Ottfingen.

Für die Hünsborner bedeutet das Festzurren von „Gerlingen-Nord“ auf jeden Fall eine positive Nachricht: Die ebenfalls im Gespräch gewesene Erweiterung des Gewerbegebietes „Hünsborn-West“ um 33 Hektar mit eigenem Autobahnanschluss ist nun endgültig vom Tisch.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik