Männergesangsverein

Werner Ohm: Ein klarer Fall fürs Guiness-Buch

Die Sänger sind das Fundament ihrer Chöre. Die Ehrungen sind ein Dank für die langjährige Treue.

Foto: Nicole Voss

Die Sänger sind das Fundament ihrer Chöre. Die Ehrungen sind ein Dank für die langjährige Treue. Foto: Nicole Voss

Olpe.  Werner Ohm singt seit 80 Jahren im Männergesangverein. Beste Beispiel, das Chorgesang bis ins hohe Alter möglich ist. Viele Ehrungen in Olpe.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Das hat es noch nie gegeben und war auch für Steffen Keller, Vorsitzender des Sängerkreises Bigge-Lenne, ein Novum: Zum ersten Mal wurde am Sonntag bei den zentralen Sängerehrungen in der Aula des Städtischen Gymnasiums ein Sänger für 80 Jahre aktiven Singens geehrt. Werner Ohm begann seine Sängerkarriere beim MGV Grevenbrück, setzte sie beim MGV Olpe fort, war einer der Gründungsmitglieder des MGV Lütringhausen und singt seit vielen Jahren beim Männergesangverein Rehringhausen.

Auch, wenn ihm das Singen heute schwerer fällt, wie Werner Ohm selber sagt, ist er noch dabei. Für diese beeindruckende Leistung gab es aus den Reihen der weiteren Geehrten und der Gäste stehende Ovationen und viele Gratulationen. Steffen Keller ging in seiner Begrüßung auf den demographischen Wandel ein, der die Chorlandschaft verändere. „Die aktuellen gesellschaftlichen Veränderungen bergen auch eine große Chance für alle Vereine, aber besonders für die Chöre. Denn noch nie waren so viele Mitglieder der Generation 60plus so fit und aktiv. Singen kann man bis ins hohe Alter. Das ist der Vorteil, den Chöre zum Beispiel gegenüber Fußballvereinen haben.“

Zielgruppe 60 plus

Der Sängerkreisvorsitzende machte kein Hehl daraus, dass Chorleiter gerne junge Stimmen unter ihrem Dirigat haben und sich die Literatur hauptsächlich auf Leitungsspitzen ausrichte und nicht auf die im Alter nachlassende Fähigkeit, Töne im unteren und oberen Grenzbereich zu treffen. „Es wird Zeit, dass sich das ändert, und dass man die Ü-60 ganz selbstverständlich als Zielgruppe in den Fokus nimmt“, so Steffen Keller, der betonte, dass bei der Auswahl der Chorliteratur Flexibilität und Einfallsreichtum gefragt seien.

Ausprobieren sei die Devise, auch, wenn das Experimentieren nicht immer zum Erfolg führe. Ein Chor, der nicht mehr konzertfähig ist, können auf andere Weise das Leben in einer Gemeinde noch unendlich bereichern.

Markus Bröcher, stellvertretender Bürgermeister, der sich als „Nicht-Sänger“ outete, betonte, dass Singen im Chor kein Selbstzweck sei, sondern die Sänger sich in den Dienst der Allgemeinheit stellten.

Der Gemischte Chor „Vocalitas“ Thieringhausen organisierte die Sängerehrungen und eröffnete die Veranstaltung unter Leitung von Frank Rinscheid, der seinen Bruder, den Chordirektor Michael Rinscheid vertrat, mit dem „Morgenrot“. Die Vorsitzende Carola Feldmann sagte: „Singen ist das Fundament aller Dinge. So ist es auch in den Chören. Der Beweis sind die langjährigen Sänger.“

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik