Neubaugebiet

Wie groß das Interesse an „Rüblinghauser Höhe“ ist

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28 Einzel- und 18 Doppelhäuser können auf der Rüblinghauser Höhe errichtet werden. Die Stadt stellte Einzelheiten zur Planung vor.

28 Einzel- und 18 Doppelhäuser können auf der Rüblinghauser Höhe errichtet werden. Die Stadt stellte Einzelheiten zur Planung vor.

Foto: Jörg Winkel

Olpe/Rüblinghausen.  Anfang 2024 könnten die ersten Grundstücke vergeben werden, so die Kalkulation der Stadtverwaltung.

Kein freier Platz war mehr im Ratssaal zu finden, als am Dienstagabend die Technische Beigeordnete der Stadt Olpe, Judith Feldner, und Stadtplanerin Melanie Linn-Kebbekus Einzelheiten zum geplanten Neubaugebiet „Rüblinghauser Höhe“ vorstellten. Der Andrang von fast 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmern machte deutlich, dass das Interesse an Bauflächen trotz förmlich explodierter Baupreise weiterhin groß ist. „Die Fläche ist sehr geeignet, um den Ortskern von Rüblinghausen abzurunden“, erklärte Judith Feldner, bevor Melanie Linn-Kebbekus anhand historischer Pläne die Entwicklung der Ortschaft und die Lage des Neubaugebiets illustrierte. Die Nähe zur Autobahn und zur Kreisstraße setze strenge Schallschutzmaßnahmen voraus, berichtete Feldner, deshalb werde auch ein Wall aufgeschüttet. Dieser werde begrünt und füge sich damit weit besser in die Umgebung ein als eine Schallschutzwand, „nach ein paar Jahren merkt man gar nicht mehr, dass er künstlich angelegt wurde“, so Melanie Linn-Kebbekus. Feldner wies darauf hin, dass die Topographie recht anspruchsvoll sei, weshalb auch keine Ringerschließung möglich sei. Stattdessen sollen von der Rüblinghauser Drift aus zwei Erschließungsspangen gebaut werden, die jeweils in Wendehämmern enden. Fußläufig sollen allerdings Verbindungen erfolgen. Hinzu kommen vier Baugrundstücke, die von der Straße Am Schilde aus erschlossen werden. Der Parkplatz an der Abzweigung zur Rüblinghauser Drift soll erhalten bleiben, ebenso die Gedenkstätte um „Kebbekus’ Kreuz“, die wegen des Lärmschutzwalls allerdings nur noch vom Neubaugebiet aus, nicht mehr von der Kreisstraße aus erreicht werden kann.

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Insgesamt hat das Gebiet eine Fläche von 4,3 Hektar; 28 Einzel- und 18 Doppelhäuser sollen hier errichtet werden. Die Grundstücke sind zwischen 430 und 700 Quadratmeter bei den Einzelhäusern und 290 bis 400 Quadratmeter bei den Doppelhaushälften groß. Der Grund sei „relativ felsig, aber nicht durchgängig“, erklärte Judith Feldner. Als Anregung aus dem Plenum kam der Wunsch, doch auch einen Spielplatz vorzusehen. Feldner berichtete, dies sei bislang nicht erfolgt, weil durch Parkplatz und Kreuz schon einige Flächen vom Bauland abgezogen werden müssten. Im Bereich Am Schilde gebe es aber eine Fläche, die als Spielplatz gewidmet ist, hier sei zu prüfen, ob diese ausgebaut werde.

Nun läuft eine Vier-Wochen-Frist, in der Bürgerinnen und Bürger Anregungen und Bedenken vorbringen können, bevor die Planung den nächsten Schritt nimmt. Geht alles glatt, könnten die ersten Grundstücke Anfang 2024 vergeben werden, rechnete Judith Feldner vor.

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