Geschichte

Wiederaufbau von Olpe nach der Kriegszeit

Ingo Sondermann (von links), Gerhard Burghaus, Stefan Kleine, Axel Stracke, Matthias Schrage, Peter Weber und Josef Wermert freuen sich über das neue Jahrbuch.

Ingo Sondermann (von links), Gerhard Burghaus, Stefan Kleine, Axel Stracke, Matthias Schrage, Peter Weber und Josef Wermert freuen sich über das neue Jahrbuch.

Foto: Jana Wehmann

Olpe.   Das Jahrbuch „Olpe in Geschichte und Gegenwart“ vom Heimatverein blickt auf 416 Seiten in die Vergangenheit. Erscheinungstermin im November 2018.

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„Geschichte und Geschichten von Olpe“ – so beschreibt der Heimatverein für Olpe und Umgebung die Intension ihres Jahrbuches. Die 26. Ausgabe des Buches „Olpe in Geschichte und Gegenwart“ erscheint in diesem Jahr bereits im November 2018 und gibt dem Leser einen Einblick in die Zeit nach dem Krieg.

„Die 26. Ausgabe ist schon eine stolze Zahl“, sagt Bürgermeister Peter Weber. „Der Charme des Buches sind die vielen Geschichten.“ Gegliedert in Geschichte, Jubiläen, Erzählungen, Personen, Kunst und Kultur, Sprache und Mundart, Gegenwart und dem Vereinsleben bietet das Buch viele Hintergründe zur Kreisstadt. „Da ist für jeden etwas dabei“, so Weber.

Der geschichtliche Höhepunkt ist in dieser Ausgabe ein Verwaltungsbericht von 1948 bis 1952. Dieses Dokument erläutert die Nachkriegsphase, den Wiederaufbau von Olpe. „Das war mir ein besonderes Anliegen. Von diesem Bericht haben wir nur noch ein einziges Exemplar vorliegen“, sagt Josef Wermert, der Stadtarchivar. Die Bearbeitung des Verwaltungsberichtes sei nicht einfach gewesen: „Dadurch dass das Dokument so alt ist, kann man die Schrift nur noch schwer lesen“, so Wermert.

Das Buchcover ziert ein Bild aus dem Jahr 1955, das vom Verkehrsverein für werbliche Zwecke genutzt wurde. „Man blickt auf ein altes Klostergebäude, das heute nicht mehr existiert. Dort steht jetzt das Rathaus“, erklärt der Stadtarchivar. Die Rückseite schmückt das Gemälde von einem Olper Mädchen, Klärchen Dröge, aus 1914. „Ein Porträt zu dieser Zeit anfertigen zu lassen, war eine Besonderheit. Das Bild ist in einem schönen Jugendstil gemalt.“

Viele Geschichten auf 416 Seiten

Unter anderem widmet sich Autor Stefan Kleine der Geschichte einiger Kriegsgefangenen während des Ersten Weltkrieges. „Mit der Schrift hatten wir unsere Schwierigkeiten. Die Liste der nachweislichen Kriegsgefangenen war in verschiedenen Sprachen geschrieben“, erklärt Kleine. Hans-Bodo Thieme geht auf vier Seiten auf die Namensgebung der örtlichen Straßen ein. Eine Gliederung über die kommenden Jubiläen und Gedenktage ist ebenso im Buch enthalten. „Ein besonderer Feiertag ist am 1. Januar 2019. Da feiern wir 200 Jahre Kreisstadt“, so Weber.

Albert Stahl schreibt im autobiografischen Stil über seine letzten drei Jahre in der Katholischen Volkshochschule Oberveischede. Josef Wermert stellt die Arbeit des Stadtarchivs der vergangenen Jahre vor und Klaus-Martin Ohm erläutert die Baugeschichte der Olper Fachwerkhäuser. Aus dem Jahr 2017 werden Nachrichten aus dem Standesamt Olpe sowie die geschichtliche Entwicklung vorgestellt. „Die Chroniken aus den einzelnen Jahren sind sehr gute Recherche-Quellen“, fügt Axel Stracke, 1. Vorsitzender des Vereins, hinzu.

Anders als in den vergangenen Jahren erscheint das Buch 2018 früher – und das aus gutem Grund. „In einigen Wochen erscheint der vierte Band zur Olper Stadtgeschichte. Die Leser können sich auf einiges freuen“, sagt Wemert.

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