Kreisschützenfest Grevenbrück

„Wir rechnen mit zehntausend Gästen an drei Tagen“

Andreas Sprenger, Vorsitzender des Schützenvereins Grevenbrück (vordere Reihe, Zweiter von links), beider Vertragsunterzeichnung mit dem Kreisschützenbund und der Krombacher Brauerei.

Foto: Privat

Andreas Sprenger, Vorsitzender des Schützenvereins Grevenbrück (vordere Reihe, Zweiter von links), beider Vertragsunterzeichnung mit dem Kreisschützenbund und der Krombacher Brauerei.

Grevenbrück.   Was die zehntausend Besucher beim Kreisschützenfest 2018 des Kreisschützenbundes Olpe in Grevenbrück erwartet, lesen Sie im Interview.

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Der Countdown für den Höhepunkt des Schützenjahres 2018 läuft. Vom 21. bis 23. September ist der St.-Blasius-Schützenverein 1865 Grevenbrück Gastgeber des Kreisschützenfestes des Kreisschützenbundes Olpe. Wir sprachen zu Beginn der „heißen Phase“ mit dem Vereinsvorsitzenden Andreas Sprenger.

Herr Sprenger, es sind noch sechs Wochen bis zum Kreisschützenfest in Grevenbrück. Kribbelt es so langsam in den Fingern?

Es kribbelt gewaltig, aber mit dem guten Gefühl, mit einem Supervorbereitungsteam alles getan zu haben, damit es ein Superfest werden kann.

Wie weit sind die Vorbereitungen fortgeschritten in Prozent?

Die Planungen sind zu 100 Prozent abgeschlossen. Jetzt geht es in die Umsetzungsphase, auf die wir gut vorbereitet sind.

Gibt es noch Änderungen oder Neuigkeiten, die noch nicht publik gemacht wurden?

Das Programm steht unverändert. Wir hoffen jetzt auf viele Schützen und Gäste, die das Fest zu einem freudigen und unvergesslichen Erlebnis machen.

Mit wie vielen Gästen an den drei Festtagen rechnen Sie und wie viele Helfer werden benötigt?

Wir rechnen an den drei Tagen zusammen mit rund 10 000 Gästen. Dazu brauchen wir ca. 300 Helfer.

So viele ehrenamtliche Helfer zu finden und zu motivieren, ist eine große Aufgabe. Gibt es dafür ein Konzept?

Ich freue mich außerordentlich, dass die Orte Grevenbrück und Bonzel mit der gesamten Bevölkerung das Fest eindrucksvoll unterstützen. So war es ein besonders positives Erlebnis, dass die Zahl der benötigten 300 Helfer ohne Probleme erreicht werden konnte.

Nicht jeder kennt sich mit Zapfhähnen und Getränkelogistik aus. Ist ein Helfertreffen und eine Einweisung in die Zapftechnik geplant?

Ja, alle Helfer werden in ihre Aufgaben eingewiesen. Das dazu bestehende Konzept wird den Helfern am 24. August in der Schützenhalle Grevenbrück vorgestellt. Jeder Helfer wird möglichst den Aufgaben zugeteilt, die er am besten kann. So werden die Zapfstellen durch erfahrene Zapfer besetzt. Selbstverständlich erfolgt eine professionelle Einweisung in die Zapftechnik.

Über die Sicherheit bei Großveranstaltungen wird regelmäßig diskutiert. Wie sieht das Sicherheitskonzept für das KSF 2018 aus. Müssen sich die Schützen auf Betonsperren, Straßensperrungen und Körpervisiten beim Einlass in die Festzelte einstellen, gibt es Security?

Natürlich wurde ein speziell auf dieses Fest ausgerichtetes und mit dem Ordnungsamt der Stadt Lennestadt abgestimmtes Sicherheitskonzept erstellt. Dabei sind Straßensperrungen unumgänglich, die wir ja auch von den normalen Schützenfesten und Karnevalsumzügen kennen und die sich bewährt haben. In dem erforderlichen Rahmen werden auch Sperren gegen mögliche Anschläge durch LKW oder PKW errichtet. Eine professionelle Security, die die für solche Veranstaltungen üblichen Überprüfungen und Überwachungen durchführt, ist an allen Tagen vor Ort. Auch in dieser Hinsicht ist alles getan, damit sich die Besucher auf dem Fest sicher fühlen können.

Wie läuft die Zusammenarbeit mit den hiesigen Behörden, kooperativ oder vielleicht doch zu kleinkariert? Sie sind ja als Kreisbaudirektor selbst Beamter in leitender Funktion, also ehrliche Antwort, bitte?

Ich bin hier als Vorsitzender des Schützenvereins Grevenbrück tätig und als solcher kann ich mich für die sehr konstruktive Begleitung in allen anstehenden Fragen, in denen Behörden, Hilfsorganisationen und die Feuerwehr beteiligt waren, nur ganz herzlich bei allen Beteiligten bedanken. Die Zusammenarbeit mit den Behörden ist für mich ein positives Beispiel, wie im Sinne der Gäste, der Sicherheit und des Veranstalters zielgerechte und umsetzbare Lösungen gefunden werden können.

Bei den vielen Auflagen, macht die ganze Arbeit eigentlich noch Spaß, oder hat Ihr Team auch schon mal dran gedacht, hinzuwerfen?

Wie gesagt, Sicherheit ist auch im Sinne des Veranstalters unverzichtbar. Wenn es so läuft, wie bei uns zuvor beschrieben, dann macht es Spaß, so eine Veranstaltung anzupacken, und man bringt die hunderte von ehrenamtlichen Stunden gerne ein.

Um so ein Fest zu schultern, ist der ausrichtende Verein auf Sponsoren angewiesen. War es leicht, ausreichende Unterstützer zu finden?

Die Sponsorenakquise ist eine Fleißarbeit, die nicht von alleine passiert. Wir haben dazu ein Konzept entwickelt, dass sich in seinen Ergebnissen als sehr fruchtbar erweist. Wir haben von den angesprochenen Sponsoren großartige Unterstützung erhalten. Ein besonderer Dank gilt hierbei der Krombacher Brauerei.

Spricht der Kreisschützenbund bei allen Entscheidungen ein Wörtchen mit oder kann der St. Blasius-Schützenverein auch allein entscheiden, zum Beispiel wie hoch der Bierpreis ist?

Die Abstimmung mit dem Kreisschützenbund läuft von Anfang an kontinuierlich und reibungslos, wofür ich mich an dieser Stelle namentlich bei unserem Kreisoberst Markus Bröcher herzlich bedanke. Natürlich gibt es Regeln in der Festgestaltung, die zu beachten sind. Darüber hinaus haben wir in Abstimmung mit dem KSB weitestgehende Gestaltungsfreiheit. In Bezug auf die Bierpreise gibt es bei den Schützen die Regel: im lokal ortsüblichen Rahmen. Das ist für uns selbstverständlich.

Was wird denn das Bier kosten und in welchen Gläsern wird ausgeschenkt?

Das kommt auf den Veranstaltungstag und die Örtlichkeit an, Zelt oder Bierbude. Grundsätzlich halten wir 0,25er Gläser und 0,33er Flaschen vor. Als Preis sind jeweils 2 Euro vorgesehen. Ich denke, das ist angemessen und fair.

Was werden Sie und der gesamte Vorstand des St. Blasius-Schützenvereins Grevenbrück am Sonntag, 23. September, ab 20 Uhr noch machen?

Zunächst bis in tief in die Nacht aufräumen. Dabei werden wir ein gutes Gefühl haben, wenn unsere Gäste zufrieden waren. Wer danach noch nicht vor Müdigkeit oder Erschöpfung umfällt, kann sich dann ein wohlverdientes Bierchen gönnen. Eine zünftige Helferfete folgt natürlich auch noch.

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