Entscheidung

Bürgermeister: „Wir wollen ein Kino in Attendorn“

Die Ennester Straße mit der neuen Weihnachtsbeleuchtung. Die Niederste Straße wird mit dem gleichen Schmuck versehen, ob schon in diesem Jahr ist aber noch nicht sicher.

Foto: privat

Die Ennester Straße mit der neuen Weihnachtsbeleuchtung. Die Niederste Straße wird mit dem gleichen Schmuck versehen, ob schon in diesem Jahr ist aber noch nicht sicher. Foto: privat

Attendorn.   Bürgermeister kündigt Entscheidung an. Neuer Entwicklungsschwerpunkt ist der alte Busbahnhof. Neuer Weihnachtsschmuck für die Hansestadt

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Die Verwaltung steht offensichtlich kurz vor einer Entscheidung in Sachen Kino. Im Rahmen einer Informationsveranstaltung am Dienstagabend für den Einzelhandel sagte Bürgermeister Christian Pospischil: „Ja, wir setzen uns mit dem Thema auseinander und arbeiten an einer tragfähigen Lösung. Und ja, wir sind auf der Zielgeraden und wollen in kurzer Zeit eine Entscheidung fällen. Wir wollen ein Kino in Attendorn haben.“

Standort entschieden

Der Standort für das Kino ist bereits entschieden, es würde hinter dem Mehrgenerationenplatz zwischen Finnentroper Straße und Zollstock liegen. „Natürlich haben wir uns auch mit dem Gedanken beschäftigt“, so Pospischil weiter, „ob wir ein Kino nicht auch im Bereich der Alten Post unterbringen könnten, aber die dafür benötigen Flächen haben wir in der Innenstadt einfach nicht.“

Trotzdem zweifelt der Bürgermeister nicht am Sinn eines Kinos in der Hansestadt: „Es wäre gut für die Gastronomie und würde die Innenstadt sicherlich deutlich beleben.“

Die besten künftigen Entwicklungschancen für die Stadt sieht der Bürgermeister im Bereich des alten Busbahnhofes, dort hat die Stadt offensichtlich Großes vor: Der jetzige Parkplatz und die benachbarte Fläche, auf der derzeit der KiK-Markt untergebracht ist, summieren sich auf eine Fläche von rund 5000 Quadratmeter, die komplett im Besitz der Stadt sind und somit konkrete Überlegungen möglich machen. Die Grobplanungen sehen vor, ein Parkhaus im Bereich des KiK-Marktes zu bauen und die restliche Fläche für Einzelhandel zu öffnen.

Verschiebung des Zentrums?

Eine Entwicklung, die auch mit Skepsis verfolg wird. Franjo Karthaus äußerte den Verdacht, dass sich das Attendorner Zentrum weiter in Richtung Niederstes Tor verschieben werde. Auch wurde die Frage gestellt, ob der angestrebte großflächige Einzelhandel den kleinen Händlern nicht Probleme bereiten könnte. Bürgermeister Pospischil vertritt die Auffassung, dass es sich angesichts des Strukturwandels im Handel genau umgekehrt verhalte. Er habe große Sorge, dass ohne attraktive Filialisten die bestehenden Leerstände leer blieben: „Wir wären mit dem Klammerbeutel gepudert, wenn wir die Chancen dort nicht nutzen würden.“

Wasserstraße im Blick

Im Blick hat die Stadt auch die Wasserstraße. Die Struktur der Läden dort sei „nicht zielführend“, angestrebt würden eine oder zwei größere Einheiten: „Wie das geschieht, ist noch nicht entschieden. Ob mit einem neuen Eigentümer oder dem alten Eigentümer und offen ist auch, welche Rolle die Stadt dabei spielt.“

Über die künftige Nutzung des Gebäudes Kölner Straße 20 (heute noch Bäckerei Sondermann / Elektro Hippauf) durch den Ein-Euro-Laden wird nach Aussage von Christian Pospischil derzeit noch verhandelt.

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