Abschied

Wolfgang Fischbach: Vier Jahrzehnte im Dienst der Pflege

Von links: Geschäftsführer Johannes Schmitz, Carmen Braunheim, Wolfgang Fischbach, Margarete Fischbach und Wilhelm Rücker (Verwaltungsrat KHS). Wolfgang Fischbach, Schulleiter der Fortbildungsakademie für Gesundheitshilfe in Olpe, wird in den Ruhestand verabschieden und gleichzeitig seine Nachfolgerin Carmen Braunheim im Amt begrüßt

Von links: Geschäftsführer Johannes Schmitz, Carmen Braunheim, Wolfgang Fischbach, Margarete Fischbach und Wilhelm Rücker (Verwaltungsrat KHS). Wolfgang Fischbach, Schulleiter der Fortbildungsakademie für Gesundheitshilfe in Olpe, wird in den Ruhestand verabschieden und gleichzeitig seine Nachfolgerin Carmen Braunheim im Amt begrüßt

Foto: Johanna Schneider / WP

Olpe.  Wolfgang Fischbach verabschiedet sich nach mehr als 40 Jahren Hospitalgesellschaft in den Ruhestand. Carmen Braunheim als Nachfolgerin begrüßt.

Mehr als 40 Jahre lang stand er im Dienste der Katholischen Hospitalgesellschaft Südwestfalen (KHS), davon war er über 30 Jahre Schulleiter der heutigen Fortbildungsakademie für Gesundheitshilfe in Olpe: Wolfgang Fischbach ist mit einer kleinen Feierstunde am Freitag in den Ruhestand verabschiedet worden. ,,Es gab Ziele, Berg-Etappen, Auf- und Abfahrten. Eine gute Zeit, die jetzt endet“, erinnert sich Fischbach.

Die Entwicklung der Schule wurde maßgeblich von ihm geprägt. Er gründete unter anderem eine Altenpflegeschule, führte eine Krankenpflegeassistenzschule ein und rief die deutschlandweit erste Abendschule für Gesundheits- und Krankenpfleger ins Leben, die Auszubildenden die Möglichkeit bietet, diesen Beruf am Abend und in Teilzeit zu erlernen.

240 Azubis

Aus der Schule, die ursprünglich den Nachwuchs an Pflegefachkräften am St.-Martinus-Hospital sichern sollte, ist heute eine Institution geworden, die neben den eigenen Auszubildenden auch Schüler verschiedener Kooperationspartner ausbildet. Insgesamt 240 Azubis beginnen hier ihren Weg in die Gesundheits- und Krankenpflege sowie in die Altenpflege.

Wolfgang Fischbach hat sich darüber hinaus in vielen Gremien auf NRW-Ebene und deutschlandweit für die Belange der guten Ausbildung der Gesundheits- und Krankenpflege eingesetzt.

In die Fußstapfen des ehemaligen Schulleiters tritt Carmen Braunheim. ,,Meine Arbeit ist getan – und das ist gut so. Ihre Arbeit beginnt nun – und das ist gut so“, richtet sich Fischbach an seine Nachfolgerin.

Rumänische Wurzeln

Braunheim, selbst gelernte Gesundheits- und Krankenpflegerin ist, studierte an der Katholischen Hochschule Köln mit dem Schwerpunkt Pflegepädagogik und machte im Anschluss an den erfolgreichen Bachelorabschluss ihren Master. Erst 1997 kam die neue Schulleiterin nach Deutschland, denn ursprünglich stammt sie aus Rumänien, wo die Pflege auch bereits zu ihren Tätigkeiten zählte. Doch die Ausbildung wurde in Deutschland nicht anerkannt, so dass Braunheim hier erneut, mit viel Ehrgeiz und Engagement die Alten- und Krankenpflege lernte.

An der Fortbildungsakademie in Olpe ist sie seit 2010 tätig, zunächst als Schulassistentin und danach als Lehrerin für Pflege und Gesundheit.

Reformierte Ausbildung

„Meine berufliche und persönliche Entwicklung ist sehr eng mit der Entwicklung dieser Schule verbunden. Ich habe die Umbau- beziehungsweise Neubauphase miterlebt und anteilig in Containern unterrichtet. In den letzten Jahren habe ich gemeinsam mit dem gesamten pädagogischen Team viele Entwicklungsprozesse initiiert und begleitet“, erinnert sie sich.

Mit Beginn des Jahres 2020 kam die reformierte Ausbildung zum Tragen. Die drei Berufsbilder der Pflege, das sind die Kinder-, Alten- und Krankenpflege, wurden zu einem neuen Ausbildungsberuf zusammengefasst.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben