Schützenpark

Wünschenswert: Zentraler Park in Attendorn ohne Angsträume

Martin Plückebaum, Umwelt- und Gewässerschutzbeauftragter der Stadt Attendorn, stellte die Machbarkeitsstudie für den Bürger- und Schützenpark vor. 

Martin Plückebaum, Umwelt- und Gewässerschutzbeauftragter der Stadt Attendorn, stellte die Machbarkeitsstudie für den Bürger- und Schützenpark vor. 

Foto: martin droste

Attendorn.   JHV der Attendorner Schützengesellschaft 1222: Erste Pläne für den Bau eines Schützenparks an der Stadthalle vorgestellt:

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Die Stadt Attendorn will den Schützenpark an der Stadthalle aus seinem jahrzehntelangen Dornröschenschlaf wachküssen. „Wir müssen das Potenzial endlich nutzen“, hat sich Bürgermeister Christian Pospischil das Stadtjubiläum 2022 zum Ziel gesetzt. Bis dahin sollen die bislang „nur“ in einer Machbarkeitsstudie vorgelegten Entwürfe umgesetzt werden.

Erste Planungen für einen Bürger- oder Schützenpark stellten Bürgermeister und Martin Plückebaum, Umweltbeauftragter der Stadt, im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Schützengesellschaft 1222 im Benediktiner Brauhaus vor. Zwar will die Stadt die Schützen mit ins Boot nehmen. Christian Pospischil betonte aber, dass es bei diesem Projekt „nicht um vier Tage im Juli geht, sondern um 365 Tage im Jahr“. Für die Hansestadt sei ein solcher Park unterhalb der Stadthalle „eine große Chance“. Bis zur Verwirklichung sei es aber noch ein weiter Weg.

Als Martin Plückebaum vor 30 Jahren von Erlangen nach Attendorn kam, wusste er sofort, was in seinem neuen Wohnort fehlte: ein zentraler Park wie der Schlossgarten in der mittelfränkischen Universitätsstadt. Die enge Bebauung in der Kernstadt bietet keinen Platz für einen so großen öffentlichen Raum. Die Alternative liegt vor den Stadttoren: der Schützenpark.

Offene Parklandschaft

Bis Ende der 1930er-Jahre, so Plückebaum, war der Schützenpark Heimat der Schützengesellschaft. Heute präsentiert sich der Bereich auf dem rückseitigen steilen Hang hinter der Stadthalle alles andere als parkähnlich. Die Schützengesellschaft nannte ihn vor einiger Zeit einen „vergessenen, verdreckten Schandfleck“.

Um dies zu ändern, muss viel Geld in die Hand genommen werden. Im abschüssigen Gelände sollen Plateaus und Terrassen entstehen. Eine vernünftige Fußgängeranbindung muss gebaut werden. Für eine „offene Parklandschaft“ kann sich der städtische Umweltbeauftragte Martin Plückebaum die Anpflanzung von „heimischen und exotischen Bäume“ vorstellen.

Auch die bauliche Veränderung der Stadthalle mit einer Südöffnung haben die Verantwortlichen in Rat und Verwaltung im Blick. Um Angsträume zu vermeiden, ist eine ordentliche Beleuchtung der Wege vorgesehen. „Wir reden hier aber noch nicht von fertigen Plänen“, stellte Plückebaum klar.

Bühne für Open-Air-Veranstaltungen

Ein neugestalteter Bürgerpark könnte die Bühne für Konzerte des Attendorner Kultursommers und anderer Open-Air-Veranstaltungen sein. „Das ist ein sehr spannendes Projekt“, verfolgte Schützenhauptmann Sascha Koch die Planungen mit großem Interesse.

Denn die Machbarkeitsstudie beinhaltet eben auch „die Integration der Schützengesellschaft“, oder wie es im schönsten Beamtendeutsch heißt: „Prüfung der Machbarkeit einer Vogelstange und Scheibenschießbahn bzw. Verortung derselben im Gelände.“

Das könnte den Umzug von der Vogelsruthe am Waldenburger Weg am anderen Ende der Stadt bedeuten. Das Grundstück, wo seit vielen Jahren Vogel- und Scheibenkönige vermittelt werden, gehört der Schützengesellschaft, hat aber den Nachteil, dass die Schützen keine direkte Zuwegung besitzen und auf das Entgegenkommen der Nachbarn angewiesen sind.

„Die Fläche unterhalb der Stadthalle wird nicht genutzt, hat aber Potenzial.“ Damit wollen sich Christian Pospischil und Co. nicht mehr abfinden. Die boomende Stadthalle mit ihren vielen Veranstaltungen und Auftritten bekannter Künstler soll endlich von einem attraktiven Park umgeben werden.

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