Einzelhandel

„Wunderbar“ eröffnet am Dienstag in Attendorner Kernstadt

Kerstin Pursian und Pudel-Briard Emma sonnen sich vor „Wunderbar“. Am Dienstag (16. April) steht die Neueröffnung an.

Kerstin Pursian und Pudel-Briard Emma sonnen sich vor „Wunderbar“. Am Dienstag (16. April) steht die Neueröffnung an.

Foto: Flemming Krause

Attendorn.   Gute Nachrichten für den Einzelhandel in Attendorn: „Wunderbar“ eröffnet an der Niederste Straße. Buntes Sortiment grenzt sich ab.

Die Meldung traf den Attendorner Einzelhandel hart: Ende Oktober schließt bekanntlich das weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannte „Schuhhaus Hoberg“. Doch auf die schlechte folgt nun eine gute Nachricht: Am heutigen Dienstag, 16. April, eröffnet nur wenige Meter entfernt, neben dem Café Harnischmacher in der Niederste Straße, ein neuer Einzelhändler seine Türen: Kerstin Pursian (53), gebürtig aus dem Oberbergischen, hat sich mit ihrem Laden „Wunderbar“ laut eigener Aussage einen Traum erfüllt. „Es ist doch super, dass jemand die Initiative ergreift und sich selbstständig macht“, freut sich auch Christian Springob, Vorsitzender der Attendorner Werbegemeinschaft, über die Neueröffnung. Denn dem Inhaber, der ebenfalls nur wenige Meter entfernten Nicolai-Apotheke ist klar: „Bereitschaft und Mut zu diesem Schritt lassen leider nach.“

Nicht so bei der 53-Jährigen, die seit knapp 30 Jahren in der Hansestadt lebt und seit dieser Zeit auch als Sporttherapeutin in Bad Fredeburg ihr Geld verdient. „Wenn ich Zweifel an dem Gelingen haben würde, hätte ich diesen Schritt nie gewagt. Ich bin positiv eingestellt und erachte es als große Chance für mich“, erklärt sie. Sie habe nun die Gunst der Stunde nutzen wollen und wolle das seit geraumer Zeit leer stehende Ladenlokal, in dem zuvor Blumen Budde vertreten war und das sie nun gemietet hat, wieder mit Leben füllen. Das Spezielle an ihrem Konzept: Pursian bietet in „Wunderbar“ (ebenerdige Verkaufsfläche: 145 Quadratmeter) nicht nur ein Sortiment wie beispielsweise Bekleidung an, sondern verschiedenste Produkte: von Geschenkartikeln über Taschen, Schmuck, Lesebrillen bis hin zu Kleinmöbeln oder sogar Feuertonnen, die ihr Mann Martin selbst entwickelt und designt.

Idealer Standort

Dabei bedient sich die Inhaberin laut eigener Aussage vor allem dem skandinavischen und niederländischen Markt. Ein Konkurrent für die bereits in der Stadt existierenden Einzelhändler sei „Wunderbar“ deshalb nicht. Pursian betont: „Wir sehen unser Angebot viel mehr als Ergänzung zum bereits bestehenden. Wenn ein Kunde bei mir einen bestimmten Artikel nicht bekommt, dann schicke ich ihn sofort zu einem anderen Einzelhändler von hier.“ Profitieren wolle sie von der Lage, der Standort sei ideal. Denn: „Viele Passanten, die in die Stadt gehen, kommen bei mir vorbei.“

Pospischil: Stimmung wird besser

Erfreut über die Neueröffnung zeigt sich auch Attendorns Bürgermeister Christian Pospischil, der im Gespräch mit dieser Redaktion betont, dass sich die Stimmung der Einzelhändler auf der Ennester und Niederste Straße spürbar verbessert habe, seitdem die beiden Straßen runderneuert worden seien. „Insgesamt gehen die Leerstände wieder zurück. Ich denke, die Schließung von Schuh Hoberg war eine Ausnahme.“ Das hoffen die Attendorner Bürger auch. Für die Attraktivität und den Einzelhandel in ihrer Stadt.

Weitere Infos:

  • Die Eröffnung findet am Dienstag ab 10 Uhr statt. Es gibt Sekt und Suppe.
  • Öffnungszeiten: montags bis freitags 10 bis 18 Uhr, samstags 10 bis 14 Uhr. Kontakt:
    02722 / 6369900
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