Elektromobilität

Zehn neue Ladesäulen für Elektroautos in Lennestadt

Mitarbeiter von Bigge Energie stellen die neue Ladesäule am Amtshausplatz in Bilstein auf.    

Mitarbeiter von Bigge Energie stellen die neue Ladesäule am Amtshausplatz in Bilstein auf.    

Foto: Volker Eberts / WP

Lennestadt.  Lennestadt wird zunehmend „elektrisch“. In dieser Woche wurden zehn neue, öffentliche Ladesäulen im Stadtgebiet montiert.

Es „emobiliert“ weiter in Lennestadt. Die Techniker der Firma Bigge Energie haben in den letzten Tagen neun weitere Ladesäulen zur Strombetankung von Elektroautos im Stadtgebiet aufgestellt, die auf öffentlichen Plätzen stehen und für jedermann zugänglich sind. In wenigen Wochen sollen die Säulen Saft satt für Elektrofahrzeuge bieten. Eine zehnte Säule soll demnächst

Mal versteckt, mal an Hauptverkehrsstraßen

Die Aufstellorte sind sehr unterschiedlich, mal etwas versteckt, wie zum Beispiel am Parkplatz des Hensel-Stadions oder am Parkplatz Schneiders Hof in Altenhundem, mal zentral und gut sichtbar, wie am Bahnhof in Altenhundem oder am Amtsgericht bzw. Bahnhof in Grevenbrück. „Die Standorte wurden bewusst so ausgesucht“, so Bürgermeister Hundt, um den E-Mobilisten zu verschiedenen Gelegenheiten das Nachtanken ihrer Autos zu ermöglichen.

Europaweite Ausschreibung

Die Stadt hatte die Lieferung europaweit ausgeschrieben, Bigge-Energie hatte dann den Zuschlag bekommen und die Säulen vom Hersteller Mennekes beschafft und aufgestellt. Die Fundamente hatte zuvor der Städtische Bauhof erstellt.

„Wir warten jetzt darauf, dass Westnetz den Stromanschluss erstellt“, so Armin Fahrenkrog, Leiter Energievertrieb & Marketing bei Bigge Energie. Das könne aber noch einige Wochen dauern, weil alle Tiefbauunternehmen derzeit voll ausgelastet seien.

Laden ist ganz einfach

Dann kann der Kunde Ad Hoc-Ladungen durchführen. Einfach mit dem Handy den QR-Code abscannen, Zahlungsmittel auswählen (Kreditkarte oder Bezahldienste wie z. B. Paypal) und schon fließt der Saft aus der Säule in den Autoakku - und das für 31 Cent pro Kilowattstunde. „Für die öffentliche Ladeinfrastruktur ist das sehr günstig“, so Fahrenkrog. Der Preis könne sich analog zu den Strompreisen und -entgelten natürlich ändern.

Zwei Steckdosen pro Säule

Jede Säule hat zwei Steckdosen, von denen jede 22 kw pro Stunde liefern kann. Anders gesagt: Ein Renault Zoe, der zurzeit meist verkaufte E-Wagen in Deutschland, wäre nach zwei Stunden Ladezeit voll getankt. Also: in Ruhe shoppen in Altenhundem oder ein entspannter Besuch auf Burg Bilstein und anschließend zeigt die Stromtanknadel „Voll“ an.

Armin Fahrenkrog geht davon, dass die Tankstellen im öffentlichen Raum aber lediglich zum Nachtanken genutzt werden. Eine halbe Stunde an der Säule reicht bei kleineren Fahrzeuge wieder für ca. 80 bis 90 Kilometer.

E-Bike-Ladestationen lohnen sich nicht

Hier und da entstehen in diesen Tagen auch Ladestationen für E-Bikes, zum Beispiel am Bahnhof in Altenhundem oder am alten Feuerwehrturm in Grevenbrück. Fahrenkrog: „Wir wurden von einigen Städten und Gemeinden auch schon danach gefragt, aber es lohnt sich nicht.“ Kaum jemand nehme sein Ladegerät mit. Geladen werde fast ausschließlich zuhause oder bei mehrtägigen Touren abends im Hotel. „Eine öffentliche Ladesäule für Fahrräder wird so gut wie nicht genutzt“, so Fahrenkrog.

Hier werden die neuen Ladesäulen für E-Fahrzeuge aufgestellt:

Grevenbrück: Bahnhof/Amtsgericht; Altenhundem: Bahnhof/ZOB, Parkplatz Schneiders Hof, Krankenhaus/Parkplatz „Obstwiese“, Sportplatz/Hensel; Meggen: Bahnhof/P&R-Parkplatz; Bilstein: Amtshausplatz; Elspe: Parkplatz Löhr (gegenüber Kirche); Grevenbrück: Sparkasse; Saalhausen: Parkplatz Kur- & Bürgerhaus (erst nach Neubau).

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