Marienhospital

Am Donnerstagabend schließen die Kliniktüren endgültig

Gearbeitet wird im Marienhospital auch im November noch – geheilt wird dann allerdings niemand mehr hier.

Gearbeitet wird im Marienhospital auch im November noch – geheilt wird dann allerdings niemand mehr hier.

Foto: Alexander Barth / IKZ

Letmathe.  Schon seit vergangener Woche werden keine Patienten mehr aufgenommen. Die Schmerzklinik soll eine neue Heimat in Lüdenscheid gefunden haben.

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Noch vier Tage, dann schließt das Marienhospital für immer. In dem Krankenhaus laufen schon seit Wochen Vorbereitungen für die Stilllegung des Betriebs und den Umzug von Material und Mitarbeitern zu den anderen Standorten der Märkischen Kliniken in Lüdenscheid und Werdohl. Die Träger-GmbH Märkische Gesundheitsholding bestätigt in einer schriftlichen Mitteilung, was Patienten längst berichtet haben: Neue Termine sind nicht mehr zu bekommen, schon seit dem 21. Oktober konzentriert sich die Klinik nur noch darauf, laufende Behandlungen abzuschließen.

Donnerstag, 31. Oktober, 20 Uhr: Das ist der offizielle Zeitpunkt, zu dem die Türen aller Abteilungen inklusive der Notaufnahme endgültig schließen sollen. Mitarbeiter werden allerdings auch im November noch unter anderem damit beschäftigt sein, Inventar zu sichten.

Die Betten im Hospital sind schon fast alle leer

Heilung ist kein Prozess, der sich auf Knopfdruck zu einem Stichtag abschließen lässt. Was wird aus Patienten, die darüber hinaus noch stationär oder ambulant versorgt werden müssen? „Patienten, deren stationäre Behandlung bis zur Schließung noch nicht abgeschlossen ist, werden gegebenenfalls in ein Krankenhaus ihrer Wahl verlegt“, kündigt die GmbH an. Das dürfte nicht viele betreffen – in der Schmerzklinik seien keine Betten mehr belegt, in den übrigen Stationen nur noch eine Hand voll, heißt es aus Mitarbeiterkreisen.

Die ambulante Behandlung von Schmerzpatienten über den 31. Oktober hinaus sei „noch nicht abschließend geklärt“, heißt es in der Mitteilung. Dem Vernehmen nach sind Verhandlungen zwischen der Leitung der Schmerzklinik und der Hemeraner Paracelsus-Klinik gescheitert, wahrscheinlich soll die neue Heimat die Sportklinik Hellersen sein – diese liegt zwar ebenfalls in Lüdenscheid, gehört aber nicht zu den Märkischen Kliniken.

In Letmathe ist die GmbH derweil darauf bedacht, wertvolle medizinische Ausrüstung und Medikamente vor Langfingern zu bewahren: Das Gebäude werde auch nach der Stilllegung „vor unbefugtem Zutritt gesichert und ist rund um die Uhr bewacht.“

Schmerzpatienten wird empfohlen, sich im Zweifel direkt an einen niedergelassenen Schmerztherapeuten zu wenden oder an die Terminservicestelle der Kassenärztlichen Vereinigung (KAV) unter 0231/94329444.

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