50 Jahre Aquamathe

Bis Sonntag Jubiläumsprogramm im Letmather Hallenbad

Bald will das Aquamathe wieder so viel Besucher anlocken wie vor der zehnmonatigen Sanierung vor vier Jahren. Die BSG feiert in diesem Jahr ebenfalls 50. Geburtstag, die DLRG-Ortsgruppe wird 60.

Bald will das Aquamathe wieder so viel Besucher anlocken wie vor der zehnmonatigen Sanierung vor vier Jahren. Die BSG feiert in diesem Jahr ebenfalls 50. Geburtstag, die DLRG-Ortsgruppe wird 60.

Foto: Alexander Barth / IKZ

Letmathe.  1969 ermöglichte ein gemeinsamer Kraftakt von Politik und Bürgern den Bau eines eigenen Letmather Hallenbads – ein Grund zum Feiern.

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Das Aquamathe feiert heute seinen 50. Geburtstag. Der Bau des Hallenbades, das am 13. September 1969 feierlich eröffnet wurde, galt damals nicht nur als politische Errungenschaft, sondern auch als Glanzbeispiel für bürgerschaftliches Engagement: Mehr als 100.000 D-Mark flossen als private Spende in das Projekt. Der Architekt aus dem Velberter Büro Krieger übergab den Schlüssel an Bürgermeister Wilhelm Haarmann und Stadtdirektor Börgartz, die diesen wiederum dem Bademeister Rudi Claas überreichten. Als Vorsitzender der DLRG-Ortsgruppe Letmathe würdigte Hermann Holtkötter den Beitrag für die Schwimmkultur an der Lenne.

Heute blickt das Hallenbad auf ein bewegtes halbes Jahrhundert zurück, und das soll an diesem Wochenende ausgiebig gefeiert werden (siehe Infobox). Das Programm ist auch Teil der Bemühungen, verlorene Stammgäste zurückzugewinnen: „Nachdem wir für die Sanierung zehn Monaten geschlossen hatten, sind die Zahlen eingebrochen. Wir haben uns noch immer nicht wieder ganz erholt, aber nach vier Jahren sind wir fast soweit“, erklärte Martin Luig, Vorsitzender der Iserlohner Bädergesellschaft.

Kleidung wurde früher noch an der Garderobe abgegeben

Seit 1971 haben die Letmather den Bau, Betrieb, Verfall und 2015 schließlich den Abriss des benachbarten Freibads miterlebt. Das Hallenbad ging 1989 vom städtischen Sport- und Bäderamt in den Besitz der Bädergesellschaft Iserlohn über, 1994 veränderte sich sein Gesicht durch erheblichen Umbau: „Hier war früher die Sauna. Die Terrasse und den Kassenbereich gab es damals noch nicht“, erläutert Luig im heutigen Bistro. Bis zum Umbau gaben die Besucher ihre Kleidung noch an einer Garderobe beim Personal ab, so wie man es heute allenfalls noch aus dem Theater kennt.

Durch die Sanierung in den Jahren 2014 und 2015 hat sich noch einmal eine Menge geändert, ein Teil davon ist für Badegäste deutlich erkennbar. Der Beckenkopf – so heißt der Bereich zwischen Wasserfläche und der begehbaren Fläche ringsum – stand etwa so weit über, dass Schwimmer von der malerischen Aussicht auf Hügel und Täler gar nichts sehen konnten. „Außerdem haben wir neue technische Anlagen bekommen, auch wenn diese für den Gast unsichtbar bleiben“, sagt Martin Luig bei einer Führung durch die Eingeweide des Hallenbads, wo das Wasser erwärmt, umgewälzt, gefiltert und mit den zur Hygiene nötigen Chemikalien versetzt wird.

Der Betrieb sei heute vergleichsweise umweltverträglich, betont Luig: Gas wird vor Ort in

Strom- und Wärmeenergie umgewandelt, Überschüsse ins Netz eingespeist. Seit den Zeiten, in denen die Fleischerei Schmidt noch mit einem Wagen für die Verpflegung sorgte und es lange Schlangen gab, um eine Portion Fritten zu ergattern (wie sich DLRG-Ortsgruppen-Vorsitzender Uwe Dornhoff erinnert) hat sich viel verändert, das Bad ist zum Dienstleister geworden und steht in Konkurrenz zu zahlreichen Freizeitbädern in der Umgebung. In Letmathe besinnt man sich auf das Kernangebot, die Grundversorgung: Schwimmen und Saunieren. „Und das machen wir gut“, ist Martin Luig überzeugt.

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