Musik

Das Aus in den Blind Auditions

Nina Jansen hat bei ihrem Auftritt alles gegeben.

Nina Jansen hat bei ihrem Auftritt alles gegeben.

Foto: SAT.1/ProSieben/André Kowalski

Oestrich/Köln.  Nina Jansen schafft es bei „The Voice of Germany“ nicht in die nächste Runde

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Drei Millionen Menschen haben am Sonntagabend den Auftritt von Nina Jansen aus Oestrich bei „The Voice of Germany“ gesehen. Viele von ihnen, vor allem aus der Heimat, haben ihr die Daumen gedrückt. Genutzt hat es leider nichts. Alice Merton, Mark Forster, Rea Garvey, Sido – keiner hat auf den Buzzer gehauen und sich für die 36-Jährige umgedreht. Für die Sängerin ist damit bei Deutschlands erfolgreichster Musikshow nach den Blind Auditions schon wieder Schluss. Ernsthaft enttäuscht ist sie aber nicht.

„Ich habe vorher zu meinen Freunden gesagt, dass ich mit diesem Song keine Chance haben werde", sagt sie nach der Ausstrahlung. Denn bei der Musikshow können die Talente sich nicht selbst ihren Song aussuchen, der Sender teilt ihnen einen zu. Bei Nina Jansen war es „Wir beide“ von Juli, ein Pop-Rock-Song aus dem Jahr 2006. „Ich kannte ihn ehrlich gesagt nicht einmal“.

Sido mit harter Kritik, Lob von Rea Garvey

Performt hat sie ihn auf der Bühne und vor den vielen Kameras trotzdem richtig gut, auch das Publikum im Studio feierte den Auftritt der 36-Jährigen – nur die Jury nicht. Vor allem Rapper Sido fand deutliche Worte: „Du hast sehr wenige Töne in meinem Ohr getroffen.“ Das Feedback von Mark Forster war da etwas einfühlsamer. Aus seiner Sicht war nicht alles daneben, die Art zu Singen sei allerdings nicht seine gewesen. „Das hatte was von 90er-Jahre-Rockröhrigkeit“ – und das sei nicht die frischeste Art. Rea Garvey lobte die Oestricherin: „Du machst das richtig gut.“ Sie müsse aber ihre eigene Art und eigene Besonderheit finden.

„Dabei habe ich die ja eigentlich mit den Klavier-Balladen gefunden, durfte sie halt nur leider nicht zeigen“, sagt Nina. Sie hätte viel lieber etwas Gefühlvolleres gesungen, um zu zeigen, was in ihr steckt.

Die TV-Ausstrahlung hat Nina Jansen zusammen mit ihrer Familie und zwei Freundinnen zu Hause auf der Couch geschaut – und natürlich ihrer Tochter, die am Sonntag sechs Jahre alt geworden ist. Unter den insgesamt 3,03 Millionen Menschen, die Sonntagabend „The Voice of Germany gesehen haben“, waren offensichtlich auch viele weitere Freunde und Bekannte, die die Sängerin aus Oestrich kennen. „Mein Handy ging während des Auftrittes pausenlos“, sagt die Personalerin. Etliche Anrufe und Nachrichten, darunter eine, die sich ganz besonders gefreut hat. „Mein Vocalcoach hat mir geschrieben, dass er die Hände über den Kopf zusammengeschlagen hat, als er die Kritik von Sido gehört hat.“

Neue Single „Danke sagen“ soll bald produziert werden

Für Nina ist mit dem Aus bei „The Voice of Germany“ das Kapital Castingshows endgültig zu Ende. „Ich bereue es nicht, mitgemacht zu habe. Aber ich werde es auch nicht noch einmal machen.“ Sie will sich jetzt weiter auf ihre Band „Second Hand“ fokussieren – und auf ihre neue Single „Danke sagen“, die schon bald produziert werden soll.

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