Kultur

Eine Reise in das Leben und Wirken Jacques Brels

Maegie Koreen hat Jacques Brel nicht nur eine ihrer CDs gewidmet, sondern ein ganzes Bühnenprogramm.

Maegie Koreen hat Jacques Brel nicht nur eine ihrer CDs gewidmet, sondern ein ganzes Bühnenprogramm.

Foto: Annabell Jatzke

Letmathe.  Maegie Koreen war mit ihrem Chanson-Programm wieder bei der „Melange“ zu Gast.

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Immer wieder ein gerngesehener Gast bei der „Melange“ in der Gaststätte Pollmeier ist die Künstlerin Maegie Koreen. Am Freitagabend war die sympathische Chansonsängerin zum wiederholten Male mit ihrem Programm „Ein Leben im Tausendvierteltakt. Jacques Brel – Biografisches und Chansons“ nach Genna gekommen und bestritt damit den Auftakt des zweiten Veranstaltungsprogramms für dieses Jahr.

Sprachgewandt in allen Bereichen

Ob die französische Sängerin Édith Piaf, die deutsche Chansonsängerin Claire Waldoff oder eben der belgische Jacques Brel, Chansons und ihre Interpreten haben es der gebürtigen Gelsenkirchenerin angetan. Erst recht, wenn sie genauso sprachgewandt wie die Koreen selbst waren. Mit ihrem Gastspiel brachte sie den Zuschauern nunmehr den in Deutschland bekanntesten französischsprachigen Chansonnier sowie sein Leben und sein Wirken näher.

1978 bereits im Alter von 49 Jahren an Krebs verstorben, hatte Brel Hunderte von Chansons in seinem Repertoire. Seine Werke prägten in Deutschland eine ganze Liedermacher-Generation – dazu gehörte auch Maegie Koreen. Seit den 70er-Jahren ist sie fasziniert von ihm, von ihren veröffentlichten CDs hat sie ihm sogar eine speziell gewidmet. Bei Pollmeiers schaute sie am Freitagabend auf das Leben von Brel zurück und sang ausgewählte Lieder des berühmten Belgiers in deutscher Übersetzung, las neben den Chansoninterpretationen aber auch Texte über die Biografie Brels vor.

Eine gelungene Mischung, die das Publikum verzauberte und mit über die Grenzen Deutschlands hinausnahm. Da Brel in seinen Werken, die Tradition und Moderne der Chansonkunst vereinte und dabei oftmals die geliebte flache Heimat beschrieb, war der Abend wie eine Reise. Aber auch ein Stück weit eine Reise in die Vergangenheit, wurde doch viel aus der Jugend des Künstlers berichtet. So erfuhren die Zuschauer einiges über die familiäre Herkunft, insbesondere über das enge Verhältnis Brels zur Mutter. Hinzu kam seine besondere Auffassungsgabe für seine Umwelt, aus der er aber immer wieder rebellisch ausbrach.

Die Hommage an Brel brachte wieder Maegie Koreens Stärken zum Ausdruck. Mit ihrer warmen Stimme und feinem Sprachwitz bei den Übersetzungen unterhielt sie das Publikum, das wie bei der Premiere ganz aus dem Häuschen war und am Ende jede Menge Beifall spendete, blendend.

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