Schulsport

Hauptschule Letmathe: Auf die Plätze, fertig, anders

Disziplinen von Feldhockey bis zum Weitsprung aus dem Stand – die Schüler der Hauptschule Letmathe freuten sich über ein Sportfest mit innovativem Konzept.

Disziplinen von Feldhockey bis zum Weitsprung aus dem Stand – die Schüler der Hauptschule Letmathe freuten sich über ein Sportfest mit innovativem Konzept.

Foto: Alexander Barth / IKZ

Letmathe.  Die Letmather Hauptschüler haben bei einem Event im Waldstadion ihrem Schulmotto „Was uns bewegt“ alle Ehre erwiesen.

Mittwochvormittag: Das Waldstadion ist nicht wiederzuerkennen. Nicht nur Fußbälle fliegen über den Kunstrasenplatz, gleichzeitig wird die Aschebahn genutzt – und noch einiges mehr. Auf einem mit Banden abgeteilten Spielfeld werden Hockeyschläger geschwungen, an anderer Stelle springen junge Menschen aus dem Stand, so weit sie können oder werfen mit Bällen auf kreisrunde Öffnungen in einer Torwand. Mitten durch die Szenerie, vorbei an der Zuschauertribüne (auf der reges Treiben herrscht) sausen Jugendliche mit Tretrollern.

Es geht um mehr Bewegung und sportlichen Teamgeist

Es sind die Schüler der Hauptschule Letmathe, die ein Sportfest der anderen Art feiern und dabei dem Schulmotto „Was uns bewegt“ alle Ehre erweisen. Zu den Besonderheiten zählen mit Druckluft gefüllte Module, die Spielfelder abgrenzen und gleichzeitig Stürze abfedern. Beim Völkerball etwa legen sich die jungen Leute mächtig ins Zeug und scheuen keine Sprünge mit dem Ball, um ihre Kontrahenten zu treffen. Es geht um mehr als Bewegung, nämlich auch um Sportlichkeit im weiteren Sinne, erklärt Schulleiter Ulrich Bödingmeier: „Die Schüler sammeln Punkte mit jeder Teilnahme bei einer der Disziplinen. Die individuelle Leistung steht aber nicht im Vordergrund, stattdessen sind wir heute in Teams aufgeteilt. Am Ende werden nur die Gruppenergebnisse verglichen.“ Der Rektor spricht bewusst in der ersten Person, denn auch die Lehrerschaft mischt tatkräftig mit, Bödingmeier hat gerade eine schweißtreibende Partie Feldhockey hinter sich.

Tanzen, Hüpfen und die Arme in die Luft werfen

Der Dienstleister, den die Schule für die Veranstaltung gebucht hat, stellt nicht nur die Ausrüstung, sondern sorgt auch für Musik und Programm. Nach einer Verschnaufpause finden sich alle Schüler auf dem zentralen Fußballfeld zusammen und werden rhythmisch in Bewegung gebracht: Tanzen, Hüpfen, Arme in die Luft werfen, mit Choreografie und Vortänzern. Das alles finanziert die Schule zum einen mit jahrelang zurückgelegten Erlösen aus dem schuleigenen Kioskverkauf, zum anderen mit Unterstützung durch die Sparkasse.

Die Schüler wirkten überzeugt vom alternativen Programm, vor allem die Abwechslung und die bei Bundesjugendspielen nicht gebotenen Disziplinen sorgten für Interesse und Motivation. Sogar das Wetter war Schülern und Lehrern hold und die Sonne ließ sich blicken. Besser als der alltägliche Unterricht? „Total!“, spricht ein Schüler für das ganze Team.

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