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Heiraten bald auch wieder in Letmathe?

Kann im Clara-Deneke-Saal in Haus Letmathe bald geheiratet werden?

Kann im Clara-Deneke-Saal in Haus Letmathe bald geheiratet werden?

Foto: Michael May

Letmathe.  Die SPD stellt den Antrag, kurzfristig die Möglichkeiten hinsichtlich Ambientetrauungen zu prüfen und ein solches Angebot in Letmathe zu schaffen.

Heiraten am Strand, in einem Schloss oder im Fußballstadion des Lieblingsvereins – Ambientetrauungen sind mittlerweile allgegenwärtig und ebenso beliebt. Auch in Iserlohn sind Eheschließungen in der Villa Basse und im Barendorf möglich, in Hemer können sich Paare im „Florarium“ des Sauerlandparks trauen lassen. Und bald könnte ähnliches auch in Letmathe möglich sein.

Denn die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Iserlohn beantragt, dass ein Ambiente-Trau-Angebot in Letmathe möglich gemacht werden soll. Bislang sind dort keine Eheschließungen möglich, zuletzt war in der „Großen Letmather Runde“ der Wunsch nach einem Standesamt an Baurat Thorsten Grote herangetragen worden. Als „Wunschort“ wurde dort der Clara-Deneke-Saal in Haus Letmathe genannt (wir berichteten).

Jetzt sollen sogar gleich zwei Orte, sowie die Umsetzbarkeit dieses Antrags, auf Herz und Nieren geprüft werden, um dort kurzfristig die Trauungen in besonderer Atmosphäre zu ermöglichen.

„Haus Letmathe ist natürlich aufgrund seiner äußeren, historischen Erscheinung besonders reizvoll. Ich kann mir gut vorstellen, dass Paare ihre Trauung aufgrund des Ambientes hier abhalten wollen“, erklärt Barbara Metzger, Mediensprecherin des Haus Letmathe. Ob die Anforderungen als Traulocation umsetzbar seien, müsse sich allerdings zeigen. Der Vorstand des Hauses will sich kurzfristig zusammensetzen, um die Gegebenheiten zu besprechen.

Im nächsten Hauptausschuss Ende September soll, laut SPD-Antrag, die Verwaltung beauftragt werden, kurzfristig Angebote für die Ambientetrauungen zu schaffen.

Beteiligte müssen Umsetzbarkeit prüfen

Gemeinsam mit Dr. Stefan Niggemann von der Dechenhöhle soll außerdem geprüft werden, inwiefern dort, neben einem Angebot im Haus Letmathe, Ambientetrauungen möglich sein könnten. Der Leiter freut sich sehr, dass auch die Höhle für besonders atmosphärische Trauungen in Betracht gezogen wird, allerdings müsse die tatsächliche Umsetzbarkeit sowie Wirtschaftlichkeit gründlich geprüft werden, vor allem damit es nicht zu Lasten der normalen Besucher geht.

„So mir nichts, dir nichts ist das natürlich nicht möglich. Wir haben jeden Tag für Besucher geöffnet und Hochzeitsgesellschaften wollen ja naturgemäß eher ihre Ruhe haben“, äußert Niggemann seine Bedenken. Die Höhle regelmäßig für Besucher zu schließen, sei logistisch schwierig, da das Angebot der Besichtigungen vor allem von den spontanen Besuchen lebe. Deshalb fragt er sich natürlich auch, ob das für ihn rentabel sein könnte. „Die Gebühren für Ambientetrauungen werden meist von der Stadt festgelegt, da das ja ein behördlicher Akt ist. Dann der Aufwand, benötigtes Material 150 Meter in die Höhle zu tragen, das muss sich natürlich rechnen.“

Grundsätzlich ist Niggemann allerdings angetan von der Idee, in Letmathe nach dem Wegfall der Trillingschen Villa als Traulocation wieder heiraten zu können: „Wenn das möglich wäre, hätte ich das im letzten Jahr gerne gemacht.“

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