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Kaum ein Durchkommen mit Rollator an der Untergrüner Straße

Manfred Hüttermann wohnt seit fast 60 Jahren an der Untergrüner Straße und ärgert sich über den ungepflegten Gehweg.

Manfred Hüttermann wohnt seit fast 60 Jahren an der Untergrüner Straße und ärgert sich über den ungepflegten Gehweg.

Foto: Alexander Barth / IKZ

Untergrüne.  Ein Anwohner beklagt den Zustand des Gehwegs an der Untergrüner Straße. Der SIH kümmere sich nicht um Grünschnitt und Müllbeseitigung.

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Der Weg zur nächsten Bushaltestelle ist für Manfred Hüttermann ein alltägliches Ärgernis. Besonders mit seinem Rollator wird es für den 85-jährigen Anwohner der Untergrüner Straße eng, wenn er sich zwischen den halb auf dem Bordstein parkenden Autos und den Büschen durchzwängt, die am unteren Ende der Bahnsteigböschung wachsen.

Für den Geschmack des Rentners gedeihen sie zu gut, denn die Zweige ragen seit Monaten über den Gehweg. „Die Autos dürfen hier stehen“, erkennt Hüttermann an. Tatsächlich halten sich die Fahrer ebenso an die weiß markierten Bereiche wie das Parkverbot, das ein Stück weiter unten, in Richtung Ellebrecht-Kreuzung, ausgeschildert ist.

Für Rollator-Fahrer ein reales Erschwernis im Alltag

Trotzdem wünscht sich Manfred Hüttermann an einigen Stellen eine Machete, und die Büsche sind nicht das einzige, was ihn die Zähne knirschen lässt: „Sehen Sie sich diesen ganzen Müll an“, sagt er und deutet auf Flaschen, Trinkbecher und anderen Unrat, der sich auf dem Gehweg und an der Böschung angesammelt hat. Vor allem müssten hier mal das Laub und die Zweige beseitigt werden, die dem Senior mit seinem Rollator das Vorankommen an manchen Stellen schwer machen.

„Ich habe nicht mehr so viel Kraft“, wirbt er um Verständnis, dass er seine Gehhilfe kaum über solche Hindernisse bugsieren kann – dabei hat er in einen „Mercedes“ investiert, der dank Kohlefaser schon deutlich leichter ist als die Standardmodelle. Eigentlich müsste Manfred Hüttermann es nicht so schwer haben – der nötige Aufwand mit Heckenschere, Besen und Kehrschaufel erscheint überschaubar. Schon im Juli, berichtet der 85-Jährige, habe er bei den Stadtbetrieben Iserlohn/Hemer (SIH) angerufen, um um Abhilfe zu bitten.

Mal sei er nicht durchgekommen, mal vertröstet worden – passiert ist bislang nichts. Daher habe er inzwischen auch Kontakt zu einem Volksvertreter aufgenommen, der in der Nachbarschaft wohne. „Es geht mir nicht darum, zu jammern“, betont er. Auch als Wutbürger will er nicht verstanden werden. Aber die Situation für Fußgänger sei an der Untergrüner Straße schwierig genug. Wenn er mit dem Bus in die Iserlohner Innenstadt fahren will, muss er ein langes Stück bis zur Ampel laufen und den Weg auf der anderen Seite wieder zurück zur Haltestelle. „Die Stadt ist in der Pflicht, etwas zu tun.“

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