Marienhospital

Letmather setzen Zeichen für ihr Hospital

Hunderte Teilnehmer demonstrieren am Samstag gegen die Schließung des Marienhospitals.

Hunderte Teilnehmer demonstrieren am Samstag gegen die Schließung des Marienhospitals.

Foto: Tim Gelewski

Letmathe.   Hunderte Teilnehmer haben gegen die geplante Schließung des Marienhospitals demonstriert.

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Mit 200 bis 300 Teilnehmern hatten die Organisatoren gerechnet – am Ende waren es gut 600 Menschen, die am Samstagnachmittag durch Letmathes Innenstadt zum Marienhospital liefen, um gegen die geplante Schließung des Marienhospitals zu demonstrieren.

Hunderte Trillerpfeifen und Tröten waren verteilt worden. Und so zog ab 15 Uhr ein Tross hunderter Menschen lautstark durch die Hagener Straße in Richtung Krankenhaus. Die von der Schließung betroffenen Mitarbeiter trugen zur Bekundung gegenseitiger Solidarität eigens angefertigte T-Shirts und reckten Plakate in die Höhe.

Erneut waren Vertreter fast aller Parteien vor Ort. Bei der Kundgebung vor dem Krankenhaus ergriffen Oliver Ruhnert (Linke), Hans Immanuel Herbers (UWG-Piraten), Elke Olbrich-Tripp (Grüne), Martin Luckert (SPD) und Renate Schulte-Fiesel (CDU) als Vertreter der Politik das Wort und sprachen sich gegen die Schließung aus.

Dr. Wolfgang Welke, Chefarzt der Schmerzklinik am Marienhospital, kritisierte das schon jetzt bestehende Missverhältnis in der Krankenhaus-Versorgung in Nord- und Südkreis hart, das sich aus seiner Sicht bei einer Schließung noch verschärfen würde. „Nimmt man die Patienten von Letmathe und Hohenlimburg zusammen, dann hätten hier 54.000 Menschen keine Grundversorgung mehr.“

Der Sprecher der Belegschaft des Marienhospitals, Michael Hillebrand, zeigte sich zufrieden über den Verlauf und die Beteiligung bei der Demonstration. „Es ist uns gelungen, alle Kräfte zu bündeln“, sagte er in Bezug auf im Sinne der Sache ausgeräumte Querelen, die es zuletzt mit Demo-Anmelder Dominik Peukmann gegeben hatte, der sich teils übergangen gefühlt hatte, unter anderem als sich die Werbegemeinschaft in die Planungen eingeschaltet hatte.

Auch Peukmann äußerte sich letztlich aber im Sinne der gemeinsamen Sache versöhnlich und kündigte weitere Aktionen gegen die Schließung an, ohne genauere Pläne bekanntgeben zu wollen. Sylvia Olbrich (Grüne) hat derweil eine weitere Demonstration angemeldet – diesmal für den 27. Juni vor dem Kreishaus in Lüdenscheid, wo an dem Tag der Kreistag über die Schließung des Hospitals entscheiden soll.

Einen ausführlichen Bericht finden Sie am Montag im IKZ und bei ikz-online.

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