Bau

Oben nicht einfrieren

Die oberste Etage hat das Team von Patrick Niemeier schon wieder abgebaut – der wohl abenteuerlichste Teil der Arbeit.

Die oberste Etage hat das Team von Patrick Niemeier schon wieder abgebaut – der wohl abenteuerlichste Teil der Arbeit.

Foto: Alexander Barth / IKZ

Letmathe.  Zum Gerüstbauer muss man geboren werden

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Das Gerüst am Glockenturm des Kiliansdoms schrumpft wieder. Noch eine Woche, schätzt Patrick Niemeier von der zuständigen Fachfirma Weise aus Dortmund, dann werden die Stahlstangen und Holzböden wieder platzsparend zusammengepackt und abtransportiert sein.

Die Konstruktion wird von unten nach oben auf- und jetzt umgekehrt wieder abgebaut. Klingt einfach, aber die Arbeit in schwindelerregenden Höhen ist kein Job für jedermann, spätestens dann nicht mehr, wenn es darum geht, an der Brüstung selbst zu arbeiten oder die letzten Schritte zu unternehmen, wenn gar keine mehr da ist. „Wir arbeiten mit so viel Sicherung wie möglich, wenn kein Geländer mehr da ist, sichern wir uns gegenseitig“, betont Niemeier. Grundvoraussetzung für diese Tätigkeit sei in jedem Fall, dass man von Natur aus schwindelfrei ist: „Das kann man nicht lernen“, ist Patrick Niemeier überzeugt.

Im Gegenteil komme es vor, dass Kollegen, die jahrelang an Gebäudeflanken herumgeklettert sind, plötzlich doch noch vom Schwindel erfasst werden. „Das habe ich schon erlebt. Die frieren auf einmal ein, ohne dass man genau sagen könnte, warum jetzt und nicht vorher. Für die ist es dann meist vorbei in dem Beruf.“ Der sei schon etwas besonderes, vor allem bei Einsätzen wie am Kiliansdom: „Das haben wir auch nicht alle Tage.“

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