Musik

Publikum feiert multimediales Gospelkonzert

„Jesaja - Der lange Weg in die Freiheit“, gespielt vom Gospelchor der Friedenskirche Letmathe in Kooperation mit dem Komponisten Prof. Hartmut Naumann und einer 9-köpfigen Band in der Friedenskirche.

„Jesaja - Der lange Weg in die Freiheit“, gespielt vom Gospelchor der Friedenskirche Letmathe in Kooperation mit dem Komponisten Prof. Hartmut Naumann und einer 9-köpfigen Band in der Friedenskirche.

Foto: Dennis Echtermann

Letmathe.  Mit einer innovativen Darbietung von „Jesaja – Der lange Weg in die Freiheit“ brillierten Chor und Band in der Friedenskirche.

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Hartmut Naumann, Professor für Popularmusik in der ev. Kirche Westfalen, hat mit „Jesaja – Der lange Weg in die Freiheit“ ein wegweisendes Werk komponiert, das die ganze Bandbreite der Rock-und Gospelmusik nutzt, um die verschiedenen Stimmungen und Aussagen der alttestamentlichen Geschichte von der Befreiung Israels aus babylonischer Gefangenschaft darzustellen.

Vom Rap über die Popballade bis hin zum „Gospelstyle“ erstreckt sich die stilistische Vielfalt dieses Werkes – nicht zum Selbstzweck, sondern stets, um die jeweilige „Message“ zu vertiefen. Natürlich kann eine solche Komposition nur ihre ganze Wirkung entfalten, wenn alle Ausführenden technisch und musikalisch diesen hohen Anforderungen gewachsen sind, und dies war in der Friedenskirche am Sonntagabend der Fall. Die Bläsersektion rund um den Saxophonisten Klaus Bergmann überzeugte ebenso wie die Rhythmusgruppe, die von Schlagzeugerin Laura Flanz perfekt zusammengehalten und immer nach vorne getrieben wurde.

Manfred Sablewski am Klavier leistete konzentrierte Schwerstarbeit und löste diese Aufgabe mit Bravour. Die männliche Solopartie wurde vom Komponisten Hartmut Naumann übernommen, der auch als Sänger zu überzeugen wusste. Njeri Weth bewies einmal mehr ihre Ausnahmestellung als Gospel- und Cross-Over-Sängerin. Der Gospelchor der Friedenskirche beeindruckte nicht nur durch chorische Power, sondern auch durch seine Wandlungsfähigkeit und klangliche Geschlossenheit. Vom Flüster-und Sprechgesang über den hysterischen „Zickenchor“ bis hin zur choralartigen hymnischen Ballade und einem groovenden „Southern Rock“ reichte das Spektrum der Stücke, und der Chor meisterte all dies mit Konzentration und Stilgefühl. Die Herkulesaufgabe, einen so großen Klangapparat zusammenzuhalten und sicher durch ein so anspruchsvolles Werk zu führen, bewältigte Chorleiter Hubert Schmalor souverän und mit bewundernswerter Übersicht und Ruhe. Ihm gebührt das Lob, einen solchen Chor über Jahre geformt und weiterentwickelt zu haben.

Gemälde entstand live während des Konzertes

Die beiden Künstler Anne Katrin Budde und Christian Frai, verliehen der Aufführung mit projizierten Fotos bzw. einem während der Aufführung entstehenden Gemälde multimedialen Charakter und vertieften damit die Aussagen des Werkes. Eine voll besetzte Friedenskirche und Standing Ovations waren der Lohn für ein „wegweisendes“ Konzert. Die Zuhörer hätten zum Dank wohl am liebsten jene kurze Passage aus dem Werk angestimmt, die besonders eindrücklich war: „Wir waren wie in einem Traum, als das geschah: Wunderbar und wirklich wahr!“

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