Digitalisierung

Virtuelle Version von Letmathe nimmt Gestalt an

Fast schon wie eine richtige Luftaufnahme: Kiliansdom, Haus Letmathe und der Saalbau in der 3D-Ansicht.

Fast schon wie eine richtige Luftaufnahme: Kiliansdom, Haus Letmathe und der Saalbau in der 3D-Ansicht.

Foto: google maps / IKZ

Letmathe.  Für einen Rundflug um den Kiliansdom braucht es dank technischem Fortschritt nur noch Smartphone oder Computer.

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Es ist noch nicht lange her, da sind nur Metropolen in den Genuss der vielleicht bislang beeindruckendsten Errungenschaft des Kartendienstes „Google Maps“ gekommen: Eine Ansicht, die mit dreidimensionalen Modellen von Gebäuden und Landschaft arbeitet und es dem Benutzer ermöglicht, eine virtuelle Repräsentation der Stadt wie mit einer Drohne zu erkunden.

Je weiter man bei Google Maps in die Peripherie steuert, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, beim Anklicken des „3D“-Knopfes noch mit einer Behelfsvariante vorlieb nehmen zu müssen, die in einer 3D-Umgebung zweidimensionale Fassaden zeigt (die sich beim „Überflug“ stets in Richtung des Betrachters drehen, um den Umstand zu kaschieren, dass die virtuellen Gebäude nur aus der einen Wand bestehen, die abfotografiert worden ist).

Letmathe ist bei Google inzwischen in der dritten Dimension zu bewundern. Die frühere Suchmaschine bietet längst als Plattform eine Hülle von Informationen, die vor allem von Jüngeren nicht nur eifrig genutzt, sondern inzwischen auch ein Stück weit vorausgesetzt wird. „Was man bei Google nicht findet, existiert nicht“, lautet eine Binsenweisheit spätestens in der Generation der „digital natives“, also jenen, die mit dem Internet oder sogar schon mit dem Smartphone aufgewachsen sind.

Nach dem Prinzip „Web 2.0“, also der Interaktivität, wird das Netz der abrufbaren Informationen immer dichter – wer ein Smartphone mit dem Google-Betriebssystem „Android“ nutzt, erhält mit aktivierter Standortfunktion beim Besuch etwa eines Cafés automatisch Fragen wie „Gibt es hier einen barrierefreien Zugang?“ Wie viele Informationen zur Verfügung stehen, hängt damit auch von jedem Einzelnen ab.

Max Scheller und Sefa Öz sehen in der Möglichkeit, 360-Grad-Fotos bei Google hochzuladen, eine Geschäftsidee. Denn: Inzwischen können damit Gebäude bei Google Maps nicht nur von außen bewundert, sondern auch betreten werden – etwa Ladengeschäfte, potenzielle Kunden der Werbeagentur „365“ von Öz und Scheller. Die beiden wollen aber auch „etwas für Letmathe tun“ und laden Panoramaaufnahmen von öffentlichen Plätzen hoch. „Damit schaffen wir digitales Kulturgut“ ist Max Scheller überzeugt. Sefa Öz ist stolz, sagen zu können: „Die Google Street View der Hagener Straße haben wir gemacht.“

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