Geburtstag

10 Jahre Theater am Ziegelbrand

Foto: WP

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Menden. 60, 20, 10. Das Theater am Ziegelbrand hat in diesem Jahr gleich drei Gründe, um die Korken knallen zu lassen. Im Vordergrund steht aber der zehnte Geburtstag des Theaters, das die Mendener Schaubühne vor zehn Jahren aus ihrer Heimatlosigkeit befreite.

„Diese Zeit hatte auch ihre Vorteile. Wir haben an ganz außergewöhnlichen Orten damals gespielt”, blickt Volker Fleige, der zu Zeiten der Mendener Schaubühne noch Kultur-Fachbereichsleiter war, zurück. Mit der Eröffnung des Theaters am Ziegelbrand bekam das Mendener Schauspielhaus am 28. August 1999 einen festen Spielort und die kulturelle Szene der Hönnestadt einen Auftrieb in ihrer Fortentwicklung.

Und dabei sind es keine Profis, die am Ziegelbrand für den reibungslosen Ablauf auf den Brettern sorgen. Maske, Requisite, Bühnenbild und Organisation liegen in den Händen ehrenamtlicher Theaterfreunde. Bei der Präsentation des Programms der Jubiläumsspielzeit gestern Mittag in der Mendener Bank würdigte Volker Fleige, der zukünftig nur noch in beratender Funktion für das Theater fungieren wird, den guten Zusammenhalt des Ziegelbrand-Teams und präsentierte zugleich zwei neue Gesichter, die der kommenden Spielzeit bereits jetzt schon ihren Stempel aufgedrückt haben.

Der Mendener Allgemeinmediziner Hubertus Steinkuhl und der Leiter der städtischen Kunstschule, Bernd Gorski, kümmern sich ab sofort um Inhalte und Organisation des Theaters. „Hubertus Steinkuhl hat einige tolle Ideen eingebracht”, so Fleige, der auf die Inszenierungen „Die komischen Deutschen” und „Die bewegten Deutschen” verwies. Beide Stücke nehmen sich des 60-jährigen Bestehens der Bundesrepublik und dem 20. Jahrestag der Wiedervereinigung an. „So werden drei Jubiläen auf einmal gefeiert, und wir haben einen guten Bogen gespannt”, erklärte Hubertus Steinkuhl.

Während Steinkuhl sich um Inszenierungen und Inhalte kümmert, wird Bernd Gorski die Organisation und Koordination des Theaters am Ziegelbrand übernehmen. „Ich werde jetzt aber nicht sofort etwas ändern, denn das Theater wurde bisher sehr gut geführt. Es ist sogar schwierig, es qualitativ so hochwertig weiter zu führen”, so Gorski. Vor allem in der Führung der Mitarbeiter könne sich Gorski ein Beispiel an Volker Fleige nehmen, so der Kunstschul-Leiter. Die Mendener Bank unterstützt das Theater in den kommenden zwei Spielzeiten mit einer Summe, die laut Marketingleiter Thomas Pätzold „absolut angemessen ist”. In den nächsten beiden Jahren wird das Theater mit einem fünfstelligen Betrag unterstützt. Mit dem ersten Teil von Goethes „Faust” öffnete die Spielstätte 1999 ihre Pforten. Auf den Tag genau wird das zehnjährige Jubiläum am 28. August (20 Uhr) daher mit der Lesung „Gegen Goethe” gefeiert. Darin werden Goethes Werke humoristisch dargestellt.

Am 30. August und am 20. September finden zudem zwei weitere Inszenierungen des Stücks in der Mendener Bank statt. Um 18 Uhr beginnt die Vorstellung; der Eintritt ist frei. Die Mendener Bank bittet um vorherige telefonische Anmeldung, da nur 60 Sitzplätze vorhanden sind.

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