25 Ermittler im Nord-MK

25 Ermittler: Die Kripo hat sich neu aufgestellt

Die Kripo bei der Arbeit, hier in Bad Berleburg: 25 Ermittler sind jetzt in Iserlohn und Menden im neuen Regional-Kommissariat zusammengefasst worden.

Foto: Christoph Vetter

Die Kripo bei der Arbeit, hier in Bad Berleburg: 25 Ermittler sind jetzt in Iserlohn und Menden im neuen Regional-Kommissariat zusammengefasst worden. Foto: Christoph Vetter

Menden.   Zentralisierung statt Aufsplitterung: Die Kriminalpolizei hat ihre Kräfte für den Nordkreis jetzt in Iserlohn und Hemer gebündelt.

Die heimische Kripo hat sich neu aufgestellt – und will sich stärker auf ihre Kundschaft einstellen: „Wir betrachten den Raum Iserlohn-Hemer-Menden kriminalgeografisch als ein Ballungsgebiet“, erklärte Hans-Joachim Spröde, Chef der Direktion Kriminalität bei der märkischen Kreispolizeibehörde, auf Anfrage der WP. Deshalb gebe es seit dem 1. September ein großes Regional-Kommissariat, das neben der Leitung 25 Kriminalbeamte umfasst.

Diese Ermittler seien in Menden und Iserlohn untergebracht worden. Allein zehn Kräfte seien jetzt in Menden tätig, darunter auch der stellvertretende Leiter der Dienststelle. In Iserlohn habe man dank der neuen Struktur ein deutlich größeres Zentralkommissariat bilden können als bisher: Wo zuvor neun Ermittler arbeiteten, seien es jetzt 15. Auch für Menden stünden damit im Falle des Falles jetzt 25 Kommissare bereit, somit profitiere die Hönnestadt von der neuen Kommissariatsstruktur.

Ressourcen für Kapitaldelikte

Die greife im übrigen auch im Südkreis mit bisher besonders vielen dezentralen, kleinen Dienststellen. „Es gilt, große Personalkörper zu schaffen, die bei Kapitaldelikten immer genügend personelle Ressourcen und Spezialkenntnisse aufweisen – ob bei Todesermittlungen, Bandenkriminalität oder Wohnungseinbrüchen“, sagte Spröde. Dass in Iserlohn mehr Nordkreis-Kräfte sitzen als in Menden, habe allein mit den räumlichen Voraussetzungen der Wachen zu tun.

Vier offene Stellen

Die Meldung, dass der Märkische Kreis zuletzt sechs Kripo-Leute verlor, stimme inzwischen nicht mehr, erklärte Spröde. Nach zwei Nachbesetzungen fehlten derzeit noch vier Kräfte. Der Aderlass habe weniger mit der neuen Struktur als mit der insgesamt zu kurzen Personaldecke der Polizei zu tun. So seien die vier Stellen der MK-Kripo keineswegs gestrichen worden, sondern unbesetzt geblieben. Das habe man in Kauf genommen, um die Polizei in voller Stärke auf der Straße belassen zu können. Für beides fehle schlicht das Personal. Und: Mit 144 besetzten Stellen bei der Kripo liege seine Behörde noch um gut 20 Stellen über dem Schnitt, den das Land laut der „belastungsbezogenen Kräfteverteilung“ fürs Kreisgebiet vorsieht.

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