Gericht

25-Jähriger verprügelt betrunken Auto mit Gürtel in Menden

Nach einer wilden Fete verprügelt ein Mann aus Hamm ein Auto in Menden mit seinem Gürtel. Dafür musste er nun vor Gericht.

Nach einer wilden Fete verprügelt ein Mann aus Hamm ein Auto in Menden mit seinem Gürtel. Dafür musste er nun vor Gericht.

Foto: Patrick Schlos

Menden.  Nach einer wilden Weihnachtsfeier im Dezember 2018 hat ein Mann in Menden ein Auto mit seinem Gürtel verprügelt. Dafür musste er nun vor Gericht.

Weil ein Mann im Dezember 2018 ein Auto in Menden mit seinem Gürtel geschlagen hat, musste er sich nun vor Gericht verantworten. Nach einer Stunde angeregter Diskussionen wird das Verfahren gegen Auflagen von 900 Euro eingestellt.

Es war ein kurioser Fall: Ein Mann aus Hamm soll in der Nacht zum 16. Dezember gegen 3.15 Uhr ein an der Stadtmauer abgestelltes Auto mit seinem Gürtel beschädigt und die hinteren Scheiben angespuckt haben. Der Besitzer des Autos beobachtete die Tat und zeigte ihn an. Die Polizei fand den Angeklagten orientierungslos mit 1,4 Promille und nur einem Schuh vor. Gegen den Strafbefehl vom 5. Juni dieses Jahres legte der Angeklagte trotzdem Einspruch ein.

Die Tat begangen zu haben, bestritt der 25-Jährige nicht. „Ich kann mich an nichts mehr erinnern“, gestand er. Zu der Nacht würden ihm die Erinnerungen fehlen. „Das könnte durchaus so passiert sein.“ Er habe am 15. Dezember eine Weihnachtsfeier in Menden besucht und dabei auch getrunken. An den Rest fehle ihm die Erinnerung. Auch der Polizei gegenüber hatte er damals angegeben, sich an nichts erinnern zu können, auch wenn ihm die Tat peinlich sei.

Teurer Einspruch

Warum dann also der Einspruch gegen den Strafbefehl? Er wolle keinen Eintrag im Bundeszentralregister bekommen, so seine Erklärung.

Da es sich bereits um ein zweites, kleineres Vergehen handelt, wäre dies für spätere Arbeitgeber einsehbar. Nur das erste, kleine Vergehen bleibt in der erweiterten Strafakte – die Arbeitgeber nicht einsehen können – verborgen.

Nach langer Diskussion mit Richterin und Staatsanwältin wird man sich einig: Gegen die Zahlung einer Auflage in Höhe von 900 Euro an die Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ wird das Verfahren gegen den Mann aus Hamm eingestellt.

Neben den Auflagen erwartet den Angeklagten zusätzlich auch noch die Zahlung an die Haftpflichtversicherung, die noch immer aussteht und ebenfalls um die 1000 Euro liegen dürfte.

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