Tinker-Gruppen

500 illegale Camper rollen vom Rheinland nach Menden

Wohnwagen bei einem der vorigen Besuche in Menden.

Wohnwagen bei einem der vorigen Besuche in Menden.

Foto: Tim Cordes

Menden.   500 Tinker sorgen in Menden für Ärger. Die illegalen irischen Camper ziehen randalierend durch die Stadt. Die Polizei hält die Gruppe in Schach.

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Irische Camper haben am Donnerstag in Menden illegal Flächen in Beschlag genommen. Das Ordnungsamt ging am frühen Abend davon aus, die sogenannten Tinker erfolgreich vertrieben zu haben. Die Hoffnung bestätigte sich nicht. Jugendgruppen zogen am Abend randalierend durch die Stadt. Leicht bekleidete Mädchen stellten sich mit aufreizenden Gesten vor Passanten. Autos rasten in gefährlichen Fahrmanövern durch das Zentrum. Polizei und Ordnungsamt waren im Dauereinsatz, um die ungebetenen Gäste in Schach zu halten. Anführer der Gruppe erklärten, in Menden bleiben zu wollen. Gegen 19.30 Uhr setzten sich die Camper dann doch Richtung Iserlohn in Bewegung.

Zunächst nur 20 Wagen

Tinker sorgen in Menden für Ärger

500 illegale Camper rollen vom Rheinland nach Menden.
Tinker sorgen in Menden für Ärger

Die Gruppe hatte sich zunächst seit dem Morgen auf dem Parkplatz Battenfeldswiese aufgehalten. Das Ordnungsamt zählte anfangs 20 Wagen. „Es haben alle einen Platzverweis bekommen“, sagte Ordnungsamtsleiterin Martina Potthoff am frühen Abend. Da sich die Gespanne stadtauswärts bewegten, waren die Beamten zunächst guter Hoffnung, dass sich das Problem auf den hinterlassenen Müll auf dem Parkplatz beschränkte. Der Baubetrieb hatte bereits den Auftrag, den Müll am Freitagmorgen zu entsorgen. Am Rand des Parkplatzes liegen auch wieder Fäkalien.

500 Personen mit bis zu 150 Wohnwagen

Dann tauchten die Camper plötzlich im Stadtteil Lendringsen auf. Immer mehr Gespanne fluteten geradezu das Stadtgebiet. Es handelt um Luxus-Wohnwagen und teure Autos. Polizei und Ordnungsamt hielten die Gruppe auf dem Gelände des Filterherstellers HJS in Schach.

Es handelt sich ganz offensichtlich um eine Gruppe von etwa 500 Personen mit bis zu 150 Wohnwagen-Gespannen, die seit Tagen im Rheinland für Aufregung sorgt. Die Gruppe hatte bereits im Wallfahrtsort Kevelaer einen Platz verwüstet und war dann weiter auf den Platz der Rheinkirmes in Düsseldorf gezogen. Danach kehrte die Gruppe wieder nach Kevelaer zurück. Den Mittwoch verbrachten die illegalen Camper auf einem Sportplatz in Hürth bei Köln.

Angeblich streng gläubige Katholiken

Nach eigener Auskunft handelt es sich bei den Iren um streng gläubige Katholiken. Die Gruppen, die gewöhnlicherweise in kleineren Einheiten unterwegs sind, steuern in der Zeit um Mariä Himmelfahrt Wallfahrtsorte oder Orte mit katholischer Prägung an. Auch in den vergangenen Jahren kamen die Gruppen zu diesem Zeitpunkt nach Menden.

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