Sozialbericht

7000 Fragebögen: Wie zufrieden sind die Mendener?

Menden: Wer fühlt sich in seinem Stadtteil – hier die Mitte – wohl und wer nicht? Und aus welchen Gründen? Welche Angebote gibt es, und wer nimmt sie wahr? Das und mehr will die Studie erfragen und verbessern helfen.

Menden: Wer fühlt sich in seinem Stadtteil – hier die Mitte – wohl und wer nicht? Und aus welchen Gründen? Welche Angebote gibt es, und wer nimmt sie wahr? Das und mehr will die Studie erfragen und verbessern helfen.

Foto: Hans Blossey

Menden.   Die Stadt versendet im Juni 7000 Fragebögen für eine Sozialstudie. Bei „Menden – Zukunft gemeinsam gestalten“ geht es um Stärken und Schwächen.

Wie zufrieden sind die Mendener in ihrem Stadtteil? Wie gut sind sie in die Umgebung ihres Stadtteils eingebunden? Beteiligen sie sich am öffentlichen Leben, etwa in Vereinen? Und falls nicht, wie hoch wäre ihre Bereitschaft dafür? Diese und andere Fragen will die Stadt in der ersten Junihälfte an sage und schreibe 7000 Mendener versenden, außerdem soll man sich die Fragebögen noch an verschiedenen Stationen abholen können.

Aus der groß angelegten Umfrage soll ein ausführlicher Bericht zur sozialen Lage in der Hönne-stadt erwachsen, ein Report, der zeigt, was in Menden gut läuft und wo der Hase im Pfeffer liegt. Und möglichst auch, was künftig besser zu machen ist.

Auch die Nichtorganisierten hören

Den Auftrag dafür hat der Sozialausschuss der Stadt im November letzten Jahres erteilt. Dessen Vorsitzender Bernd Alban (SPD) erklärt die Beweggründe: „Wir wollen Entwicklungen nicht hinterherlaufen, sondern sie anstoßen.“ Vielleicht sehe der Sozialausschuss ja Probleme, wo gar keine seien – und eben auch umgekehrt. Gemeinsam mit den sozialpolitischen Sprechern aller Ratsfraktionen – Robin Kroll (CDU), Heinz Kiaulehn (SPD), Heinz-Dieter Simon (Grüne), Marion Trippe (FDP) und Thomas Thiesmann (Linke) – bekräftigte der Ausschussvorsitzende die Entscheidung kürzlich bei einem Besuch in der WP-Redaktion am Nordwall.

Mit dem Bericht sollen auch diejenigen gehört werden, die nicht in Vereinen oder Verbänden organisiert sind. Fest stehe zudem, dass der Sozialbericht fortgeschrieben werden und das Ergebnis immer wieder auf den Prüfstand gestellt werden soll. Einig sind sich die unter den Fraktionen auch darin: „Der Bericht soll kein Papiertiger werden und in der Schublade landen.“ Der Sozialausschuss will damit eine Neuausrichtung einleiten. „Deshalb hoffen wir bei der Befragung auf einen großen Rücklauf.“

Im Herbst 2019 soll der Sozialbericht unter dem Titel: „Menden – Zukunft gemeinsam gestalten“ veröffentlicht werden. Dabei will die Stadt nicht nur Sozialdaten aufführen, sondern auch die Sichtweise der Bürger auf ihren Stadtteil.

Die Erstellung des Berichts erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Gebit-Institut aus Münster. Die 7000 Fragebögen werden zunächst an per Stichprobe ausgewählte Personen versandt mit der Bitte, sich an der Umfrage zu beteiligen. Stadtsprecher Johannes Ehrlich verspricht: „Die Beantwortung des Fragebogens wird höchstens zehn Minuten dauern.“

Die Rücksendung ist kostenlos

Die Fragen beziehen sich insbesondere auf Themenfelder wie die Lebensqualität im Stadtteil, bereits vorhandene Angebote, Dienstleistungen und Strukturen, die soziale Kontakte, die Eingebundenheit und die Möglichkeiten, sich zu engagieren.

Die Fragebögen können zur Auswertung kostenlos an die Stadt Menden zurückgeschickt werden. Johannes Ehrlich: „Die Auswertung erfolgt bei uns selbstverständlich anonym und unter Beachtung des Datenschutzes.“

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