Veto aus Arnsberg

Aldi darf in Bösperde nicht zu Kaufland umziehen

Der Kaufland-Komplex soll erweitert werden. Das macht die Bezirksregierung nicht mit.

Der Kaufland-Komplex soll erweitert werden. Das macht die Bezirksregierung nicht mit.

Foto: Martina Dinslage

Menden.   Aldi soll in Bösperde nicht vom Stuckenacker aufs Kaufland-Gelände ziehen dürfen. Die Bezirksregierung will auch andere Erweiterungen verhindern.

Die Bezirksregierung will den geplanten Ausbau des Einzelhandelsstandortes in Bösperde massiv beschränken. Der Aldi am Stuckenacker soll nur nach vorne auf oder an den Rand der Kaufland-Fläche wandern dürfen, wenn sich Kaufland entsprechend verkleinert. Die geplante Verlagerung von Deichmann auf die Kaufland-Fläche soll ganz verhindert werden. Kik, Takko, Ernsting’s Family und die anderen Läden aus dem Kaufland-Komplex sollen nur geringe Erweiterungsmöglichkeiten haben.

Sorge um Kaufkraft in der City

Kernaussage eines gemeinsamen Abstimmungsgesprächs zwischen Bezirksregierung und Stadtverwaltung ist die Sorge um die sogenannten zentrenrelevanten Sortimente. Die Bezirksregierung fürchtet, dass eine zu schwungvolle Entwicklung des Kaufland-Standortes Kaufkraft aus der Innenstadt abzieht. Auch die Gutachter des beauftragten Büros GMA hatten diese Aussagen in ihrem Vorentwurf für das neue Einzelhandelskonzept in gleicher Weise oder ähnlich getroffen.

In einer ersten Diskussion im vergangenen Jahr hatten CDU und FDP diese Aussagen kritisch gesehen. Auch Bürgervertreter aus Bösperde pochen auf eine Stärkung des Kaufland-Standortes. Es gab auch Kritik an der Unabhängigkeit der GMA wegen wirtschaftlicher Verknüpfungen zum Wüstenrot-Konzern. Die GMA wies die Vorwürfe ausdrücklich zurück. Das Einzelhandelskonzept soll in den kommenden Monaten endgültig beschlossen werden.

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