Iserlohn. . Alle, die in ihrem Leben mit einer üppigen Portion Vorstellungskraft ausgerüstet sind, haben es vermutlich leichter. Aber auch diese Menschen müssen manchmal wohl oder übel umdenken. Zum Beispiel, wenn sie sich vor ihrem geistigen Auge die Neugründung einer Brauerei ausmalen. Was in Iserlohn vielleicht allein schon deshalb leicht zu fallen scheint, weil im Grüner Tal schon eine steht. Mit mächtigem Schornstein, haushohen Silos und Tanks, riesigen Lagerhallen mit gewaltigen Kisten- und Fässerstapeln. Ein offensichtlich ausgelaufenes Modell zwar, aber immerhin.

Alle, die in ihrem Leben mit einer üppigen Portion Vorstellungskraft ausgerüstet sind, haben es vermutlich leichter. Aber auch diese Menschen müssen manchmal wohl oder übel umdenken. Zum Beispiel, wenn sie sich vor ihrem geistigen Auge die Neugründung einer Brauerei ausmalen. Was in Iserlohn vielleicht allein schon deshalb leicht zu fallen scheint, weil im Grüner Tal schon eine steht. Mit mächtigem Schornstein, haushohen Silos und Tanks, riesigen Lagerhallen mit gewaltigen Kisten- und Fässerstapeln. Ein offensichtlich ausgelaufenes Modell zwar, aber immerhin.

Nur ein paar Meter weiter werkeln in diesen Tagen auf der anderen Straßenseite zwei hochmotivierte Herren und ihre zwei Mitarbeiter an einem Projekt, das man nach ihren Vorstellungen vielleicht überschreiben könnte mit: „Waldstadtbrauerei -- So geht Bier heute!“ Und allen Zweiflern und staunenden Beobachtern zum Trotz und heimischen Biertrinkern zur Freude wird wohl Ende des Monats in der Tat das erste Pils und auch die erste dunkle Variante verkauft werden können.

Die ersten Kessel sind inzwischen gekocht

Ralf Peukmann und Georg Kristan, also Kaufmann und Braumeister, gehen ihr Projekt – wie berichtet --nach wie vor mit großer Gelassenheit und Abgeklärtheit an. Inzwischen haben sie ihre neuen Betriebsräume im Grüner Tal für ihre Unternehmens-Bedürfnisse hergerichtet – bei bester Stimmung.

Noch nicht einmal die verzögerte Lieferung der eigens für sie hergestellten Lagertanks und leistungsstarken Sudhaus-Einheiten kann die „Brauerei-Start-Upper“ offenbar erschüttern. „Auch mit der kleineren Einheit sind wir schon mal in der Lage anzufangen und die ersten Kessel zu kochen.“

In der Tat empfängt den Besucher bereits im Flur dieser typische Geruch von Hopfen und Malz. Sieht man mal von einigen silbrig glänzenden Tanks unterschiedlicher Größe und einem noch ziemlich kleinen Übergangs-Sudhaus ab, ist das aber auch schon alles, was darauf hindeuten könnte, das hier in absehbarer Zeit wieder einmal etwas die Waldstadt nachhaltig Prägendes entstehen soll.

Und doch sind es manchmal eher die fast etwas leiseren Neben-Töne, die den Zuhörer ahnen lassen, dass hier in diesen Tagen etwas Besonderes passiert. 72 960 eigene Longneck-Flaschen habe man sich vor ein paar Tagen zugelegt, sagt Ralf Peukmann. Und auch die entsprechende Menge an Kästen. Und wo stehen die? „Bei unserem Abfüller!“ Ralf Peukmann will gar nicht erst drumherum reden, dass das in Iserlohn gebraute Bier zunächst einmal in einer anderen Brauerei abgefüllt wird. „Bei den zunächst kleinen Mengen unserer Produktion müssen wir doch mit unseren Möglichkeiten bei Personal und Technik haushalten. Was für uns ein gewaltiger Aufwand wäre, ist für unseren Profi-Partner auf seiner großen Anlage in kürzester Zeit gemacht.“ Allerdings bekäme man auch eine eigene Handabfüllung ins Haus, mit der Fässer ohnehin in der Grüne abgefüllt würden.

Nachfrage muss zunächst einmal zur Produktion passen

Nach wie vor sind Peukmann und Kristan hoch erfreut über das große öffentliche Interesse im Vorfeld ihres Verkaufsstarts. „Wir wollen aber zunächst einmal ganz vorsichtig den Fall angehen und vor allem dafür Sorge tragen, dass wir in ein paar Wochen die Selbstabholer ausreichend versorgen können.“ Schließlich müssen die beiden ja erst einmal versuchen, die Nachfrage mit den Produktionsmöglichkeiten, vor allem in der Anlaufphase, in Einklang zu bringen.