Menden. Premiere in der Gesamtschule Menden: Die Schule lädt Unternehmen und Institutionen zur Ausbildungsmesse ein. 23 Aussteller kommen.

„Finde deinen Weg!“ heißt die allererste Ausbildungsmesse der Gesamtschule Menden, und es ist richtig was los an diesem Mittwochmorgen im Erdgeschoss des Hauses 1. Wer hier hereinspaziert, kann nur staunen: Es ist nicht nur bemerkenswert, dass eine einzelne Schule eine Veranstaltung auf die Beine stellt, die sonst nur die Stadt Menden auf die Wilhelmshöhe bringt oder der Märkische Kreis ins Hemeraner Grohe-Forum.

Auch der Initiativkreis Mendener Wirtschaft zeigt an der Gesamtschule Flagge, hier Jenni Gröhlich (3. von links) mit Schülern und Helferinnen.
Auch der Initiativkreis Mendener Wirtschaft zeigt an der Gesamtschule Flagge, hier Jenni Gröhlich (3. von links) mit Schülern und Helferinnen. © Westfalenpost | Thomas Hagemann

Klangvolle Firmennamen aus Menden und Umgebung dabei

Auch die Namen der 23 teilnehmenden Unternehmen und Institutionen sind klangvoll: Hier ist mit OBO, BEGA, Rosier, HJS, Krutmann, Driesch oder Niehaves nicht nur Mendens erste Liga aus der Wirtschaft mit aufwändig gestalteten Messeständen vertreten. Auch die Polizei wirbt mit Slogans wie „Komm ins Team 110“, der Märkische Kreis hat Pauline Neubauer und Chiara Langer samt einem knallblauem Stand nach Menden geschickt. Die Stadtwerke Menden und die MK-Pflegeschule der Seniorenzentren sind ebenso vertreten wie die Berufsberater des Arbeitsamtes. Und klar: Auch über das Abitur wird hier informiert, und zwar durch die Gesamtschule selber, denn auch das Abi kann man nach der Stufe 10 hier machen.

Auch Unternehmen aus Nachbarstädten sind präsent

Einige Firmen aus Nachbarstädten haben ebenfalls den Weg in die Schule gefunden: Der Elektromaschinenbauer Vogel und Andritz Metals aus Hemer sind heute ebenso nach Menden gekommen wie die Kirchhoff-Gruppe und noch einige mehr. Sie alle suchen hier in der Gesamtschule motivierte Auszubildende. „Wenn wir hier nur eine oder einen finden, der dann bei uns die Ausbildung und anschließend Karriere macht, dann hat sich diese Messe schon mehr als gelohnt“, heißt es etwa am BEGA-Stand. Und die Schülerinnen und Schüler wollen irgendwann interessante Berufe ergreifen, die Spaß macht und nebenbei das nötige Kleingeld einbringen.

Das gefällt: Pauline Neubauer und Chiara Langer erklären Schülerinnen, warum beim Märkischen Kreis die meisten Arbeitsplätze Bildschirm-Arbeitsplätze sind.
Das gefällt: Pauline Neubauer und Chiara Langer erklären Schülerinnen, warum beim Märkischen Kreis die meisten Arbeitsplätze Bildschirm-Arbeitsplätze sind. © Westfalenpost | Thomas Hagemann

Wir wollen das Engagement und die Leistungsfähigkeit unserer Schule auch öffentlich machen.
Ralf Goldschmidt, Schulleiter

Das gegenseitige Interesse ist entsprechend groß. Als erste strömen am Morgen die Achtklässler herein, die sich anfangs noch eher scheu umsehen, dann aber doch losfragen. Es folgen die Jahrgangsstufen 9 und 10, und die Stand-Teams merken einmal mehr, was erfahrene Berater längst wissen: Je näher die Jugendlichen an ihrem Schulabschluss sind, desto konkreter werden ihre Fragen. Sie wollen eben tatsächlich ihren Weg finden.

Je näher der Abschluss, desto konkreter die Fragen

Für Abwechslung sorgt bei leichtem Schneefall auf dem Schulhof der Initiativkreis Mendener Wirtschaft, kurz IMW: MIt großem Spaß wird hier über einer Brandtonne Stockbrot gebacken, es ist ein bisschen wie im Feriencamp, nur deutlich kälter. „Der IMW war es auch, der auf die Schule zugegangen ist, und wir haben hervorragend zusammengearbeitet“, zeigt sich Gesamtschulleiter Ralf Goldschmidt im WP-Gespräch stolz auf diese Ausstellung.

Ausbildungsmesse als Premiere im elften Jahr des Bestehens

Im elften Jahr des Bestehens der Gesamtschule ist das eine weitere Premiere: „Wir wollen und wir müssen das Engagement und die Leistungsfähigkeit unserer Schule eben auch öffentlich machen“, erinnert Goldschmidt an die zuletzt mauen Anmeldezahlen, die der hier geleisteten Arbeit nicht gerecht würden. Also geht es jetzt nach dem Motto „Tue Gutes und rede drüber!“ So war die Gesamtschule Menden zuletzt mit ihrem kreativen und aufwändigen Projekt zum Pogrom-Gedenken am 9. November auf der Wilhelmshöhe (die WP berichtete) sehr positiv aufgefallen.

Auch der Spaß kommt nicht zu kurz: Stockbrot auf dem Schulhof, das geht immer!
Auch der Spaß kommt nicht zu kurz: Stockbrot auf dem Schulhof, das geht immer! © Westfalenpost | Thomas Hagemann

Qualifizierte Beraterinnen auch im Schulkollegium

Und auch für die schulinterne Jobmesse habe die Gesamtschule qualifiziertes Personal an Bord, betont Goldschmidt: „Mit Anke Engel haben wir eine Lehrerin, die 17 Jahre Erfahrung als Berufsberaterin mitbringt. Und die Kollegin Melanie Weyland kommt aus dem Handwerk. Die wissen, wovon sie reden.“