Menden/Iserlohn. Eine Mendenerin ist auf einen gefälschten Onlineshop reingefallen, als sie einen Backofen kaufen wollte. Kein Einzelfall.

In Menden sollte es ein Backofen sein, in Iserlohn ein Wohnmobil: Beide Kaufinteressenten wollten online ein Schnäppchen machen und zahlten kräftig drauf. Vorkasse ist tückisch beim Einkauf im Web, warnt die Polizei.

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Die Mendenerin entdeckte das Angebot in einem Webshop. Sie bezahlte per Sofort-Überweisung. Erst als sich der Shop nicht mehr meldete, entdeckte sie im Internet Warnhinweise vor genau dieser Webseite. Die sogenannten Fake-Shops sind auf den ersten Blick kaum von echten, seriösen Anbietern zu unterscheiden. Sogar der Bank der Mendenerin war der Geld-Empfänger bereits aufgefallen. Doch das Geld ist weg.

Beim Onlinekauf mindestens zweimal hinsehen

Die Polizei warnt: Online-Besteller sollten bei neuen Anbietern immer mindestens zweimal hinschauen: Sind möglicherweise angezeigte Siegel tatsächlich verlinkt und führen zu den Diensten, die diese Siegel vergeben? Wird ein richtiges Impressum mit allen Angaben veröffentlicht? Gibt es Erfahrungen anderer Käufer auf anderen Webseiten zu diesem Anbieter? Werden tatsächlich alle Bezahl-Optionen geboten oder bleibt am Ende nur die Vorabkasse?

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Ein Iserlohner entdeckte im Internet ein sehr preisgünstiges Angebot für ein Wohnmobil. Um sich das vermeintliche Schnäppchen zu sichern, leistete – ohne das Mobil überhaupt gesehen zu haben – eine Anzahlung. Schließlich hatte ihm der Anbieter Bilder seines Personalausweises und seiner Bankkarte geschickt. Am Dienstag sollte ein Termin für die Besichtigung vereinbart werden. Doch der Anbieter war nicht mehr erreichbar. Beim genaueren Hinsehen entdeckte der Iserlohner Hinweise auf einen gefälschten Ausweis und erstattete Anzeige.