Projekt Grüner Weg

Bahnhofskreuzung in Menden ist noch ein ungelöstes Problem

Die Stufen am Hönnegymnasium sollen zuerst entstehen.

Die Stufen am Hönnegymnasium sollen zuerst entstehen.

Foto: Klaus Schulze / B.S.L.

Menden.  Bald sollen an der Hönne die Bauarbeiten für den Grünen Weg in Menden starten. Nur die Bahnhofskreuzung bleibt erst einmal unangetastet.

An der Hönne wird sich viel ändern. Die Stadtverwaltung macht Druck beim Baustart für den Grünen Weg an der Hönne. Zwischen Walram-Gymnasium und Schmelzwerk soll die Stadt an den Fluss heranrücken. Dazu gehören unter anderem neue Bushaltestellen an der Walramstraße. „Wir wollen Transparenz“, sagt Stadtplanerin Heike Schulz. Nur die Kreuzung bleibt vorerst unangetastet.

Zunächst ist der erste Bauabschnitt zwischen Gymnasium und Brücke an der Reihe. Dort sollen unter anderem Treppen ins Wasser gebaut werden. Der Weg soll Licht ins dicht bewachsene Dunkel hinter Roths Büdeken bringen. Dort ist bislang eher ein Treffpunkt der Alkoholiker-Szene. Demnächst sollen hier Gymnasiasten ihre Pausen verbringen können.

1,6 Millionen Euro Förderung

Die Stadtverwaltung plant einen schnellen Baustart an. Denn die genehmigten 1,6 Millionen Euro Fördermittel müssen auch schnell verbaut werden.

Fußgänger sollen demnächst unter der Hönnebrücke die Brücke queren können, statt lange an der Fußgängerampel warten zu müssen. „Wir erwarten uns dadurch eine deutliche Verbesserung für Fußgänger“, sagt Schulz. Allerdings werde der Zugang nicht komplett behindertengerecht sein und der Weg bei Hochwasser auch mal unter Wasser stehen.

In einem zweiten Bauabschnitt ist später die andere Hönneseite zwischen Brücke und Schmelzwerk an der Reihe. Ein freitragender Steg soll demnächst freie Sicht auf das Wasserrad ermöglichen. Im dritten Bauabschnitt soll die Obere Promenade einen neuen Gehweg bekommen. Die geplante Mischfläche für Fußgänger, Radfahrer und Autos wurde gestrichen. Alle Bauabschnitte in der Übersicht!

Kreuzung ist noch ein großes Problem

Vorerst unangetastet bleibt die komplizierte Kreuzung zwischen Walramstraße, Rathauszufahrt, Westwall und Bodelschwinghstraße. Hier müssen Autos überdurchschnittlich lange warten, weil so viele Wege miteinander verknüpft werden müssen. Auch die nur gut 30 Meter entfernte Kreuzung unmittelbar vor dem Bahnhof hängt mit im System. Auch hier führen drei Fahrtrichtungen plus Zufahrt zum Schuhgeschäft-Parkplatz plus Zufahrt zur Oberen Promenade zusammen. Beide Ampelschaltungen müssen aufeinander abgestimmt sein. Dazu kommen Fußgängerwege und Radwege, die Straßen kreuzen.

„Wir haben noch keine konkrete Planung für diesen Bereich“, sagt der Erste Beigeordnete Sebastian Arlt. Zumindest im Bereich Walramstraße sei grundsätzlich ein Kreisverkehr denkbar. Dann kommt ein großes „Aber“. Denn der Kreisverkehr würde wohl funktionieren, wenn nur Autos unterwegs wären. Da aber vom städtischen Gymnasium und auch von Real- und Gesamtschule regelmäßig große Schülergruppen zu Fuß – und dann mit Vorrang – die Straßen queren, würde wohl der Schulschluss regelmäßig zu Staus für den Auto- und Busverkehr führen. Schulz und Arlt zeigen sich offen, das Thema in Zukunft anzugehen. Sie machen aber auch klar, dass dafür noch die durchschlagende Idee fehlt.

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