Gegen den Krebs

Benefiz: Mendener mit Motorroller auf dem Weg nach Berlin

Gegen den Krebs mit dem Roller nach Berlin. Paul Sibley (rechts) und Thorsten Strohdeicher (links) wollen per Motorroller nach Berlin. Frank Specht (Mitte) begleitet sie mit dem Bulli. 

Gegen den Krebs mit dem Roller nach Berlin. Paul Sibley (rechts) und Thorsten Strohdeicher (links) wollen per Motorroller nach Berlin. Frank Specht (Mitte) begleitet sie mit dem Bulli. 

Foto: Livia Krimpelbein

Menden/Berlin.   Die Idee kam beim Würfelspielen: Zwei Mendener fahren auf Motorrollern nach Berlin. Erstligist Hertha BSC unterstützt die Aktion gegen den Krebs.

Um 9 Uhr am Mittwochmorgen begannen die drei motivierten Fahrer ihre Reise: Innerhalb von drei Tagen wollen sie mit dem Motorroller nach Berlin zum Olympiastadion reisen. Sie sammeln Spenden, die an die Stiftung Deutsche Krebshilfe gehen. Nach einer Kontaktaufnahme mit Hertha BSC unterstützt der Bundesligist die Benefiz-Aktion.

Die verrückte, bei einem Würfelspiel entstandene Idee, wird nun in die Tat umgesetzt. Paul Sibley und Thorsten Strohdeicher machen sich auf den Weg in die Hauptstadt ­– doch nicht mit dem Auto oder der Bahn. Sie fahren mit zwei 50ccm-Motorrollern, die höchstens eine Geschwindigkeit von 50 Stundenkilometern erreichen können.

Mit dem Motorroller von Menden nach Berlin

Begleitet werden sie vom Dritten im Bunde, Frank Specht. Er fährt mit einem großen Bulli hinterher. In dem Wagen können sie Proviant lagern und haben gleichzeitig einen Aufpasser, der immer hinter ihnen bleibt. Damit sie auch von keinem Verkehrsteilnehmer übersehen werden, tragen die drei außerdem neongelbe Warnwesten.

Am Mendener Bahnhof treten sie ihre Reise an: Gemeinsam führt sie ihre Fahrt zuerst nach Aerzen, eine Strecke, für die sie etwa acht Stunden berechnen. „Dort verbringen wir dann unsere erste Nacht“, erklärt Paul Sibley.

„Am zweiten Tag geht die Reise nach Erxleben“, schildert Thorsten Strohdeicher. Ihr Ziel – das Olympiastadion in Berlin – werden die drei am nächsten Tag erreichen – für sie würde das wohl der härteste Trip werden.

Auf dem gesamten Trip rechnet das Trio mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern.

Unterstützung von Hertha BSC Berlin

Zwei Tage später, am 21. April, trifft sich die kleine Gruppe mit Hertha BSC. Der Verein stellt den dreien einen signierten Ball und eines ihrer Trikots zur Verfügung. Der Erlös einer Internet-Versteigerung dieser zwei Berliner Fanartikel wird an die Deutsche Krebshilfe gespendet.

Auch indem er eigene Aufrufe startet und die Aktion auf seinen Social-Media-Kanälen vorstellt, unterstützt der Fußballverein die Spendenaktion. Dazu erwartet die drei Reisenden in Berlin Betreuung.

Durch die Kooperation mit einem Erstligisten erhofft sich das Trio noch mehr Aufmerksamkeit aus ganz Deutschland.

Momentan läuft ihre Aktion jedoch auch schon sehr gut: Etwa 2500 Euro konnten sie bereits sammeln. Während auch heimische Firmen die Kämpfer gegen den Krebs mit Spenden förderten, kann auch jede Privatperson auf der Internetseite www.mendenvskrebs.de spenden.

Gute Freundin hatte Kampf gegen Krebs verloren

Dass die Männer diese Reise mit 28 Jahre alten Motorrollern auf sich nehmen, hat jedoch eine traurige Hintergrundgeschichte: Eine „sehr, sehr gute Freundin“ von ihnen hatte im vergangenen Jahr den Kampf gegen den Krebs verloren. In ihrem Namen steht das gesamte Ereignis.

Um anderen Menschen dieses Schicksal zu ersparen, dachten sie sich diese Spendenaktion mit der etwas verrückt klingenden Reise aus ­– für jeden gefahrenen Kilometer erhoffen sich die drei nun Spendengeld. Denn schon seit der Planung der Reise war klar, was für eine Summe die Freunde als Ziel haben: „So viel wie möglich“, sagte Strohdeicher schon damals.

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