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Besucher bauen Bücherthron bei „Nacht der Bibliotheken“

Bei der „Nacht der Bibliotheken“ entsteht ein Bücherthron. Auch die jüngeren Besucher helfen fleißig mit.

Bei der „Nacht der Bibliotheken“ entsteht ein Bücherthron. Auch die jüngeren Besucher helfen fleißig mit.

Foto: Martina Dinslage

Menden.  Bei vielen Programmpunkten unter dem Motto ,,Mach es!“ lernten die zahlreichen Besucher Mendens Bücherei von einer neuen Seite kennen.

Aufmerksam und konzentriert lauschten die Besucher der Dorte-Hilleke-Bücherei der Stimme von Nathalie Bormann. Die Ärztin demonstrierte den Besuchern der „Nacht der Bibliotheken“ am Freitagabend, wie man richtig Erste Hilfe leistet – und ließ sie hinterher selbst Hand anlegen. Doch auch bei vielen weiteren Programmpunkten, die unter dem Motto ,,Mach es!“ stattfanden, lernten die zahlreichen Besucher Mendens Bücherei von einer neuen Seite kennen.

Besucher lernen Erste Hilfe. Foto: Martina Dinslage Start mit Sekt und duftendem Zwiebelkuchen

Die achte „Nacht der Bibliotheken“ startete in Menden für die Besucher mit duftendem Zwiebelkuchen und einem Glas Sekt im Lesecafé. ,,Viele Leute wünschen sich, über Nacht in einem Einkaufszentrum eingeschlossen zu sein. Ich würde immer die Bücherei vorziehen.“ Mit diesen Worten eröffnete Jutta Manger, Vorsitzende des Kulturausschusses, die Veranstaltung. Nach dem Anstoßen liefen die Kinder direkt in die Kinderbücherei, in der extra viele Lego-Bausteine für sie bereitgestellt waren, und stürzten sich in die Arbeit. Die Erwachsenen lauschten währenddessen den Gitarrenklängen von Akra Boa, der zu Stücken wie ,,Billie Jean“ spielte und dazu sang. Der Applaus war groß, als Klaus Levermann verkündete, dass Akra Boa auch beim neuen Mendener Musical „Mendories“ Musik spielen wird. Das Musical, das Ende März aufgeführt wird, soll vor allem den Mendenern ihre Stadt näherbringen.

Im ersten Stockwerk verweilten die meisten Besucher ziemlich lange. Ärztin Nathalie Bormann erklärte und zeigte anhand von Puppen, was sie bei einer Reanimation beachten müssen. „Prüfen, Rufen, Drücken“ – diese drei Stichworte sollten alle mit nach Hause nehmen. Gespannt hörten die Zuschauer ihr zu, darunter auch Gabriele Damm aus Menden: ,,Ich finde es total wichtig, das immer wieder aufzufrischen, denn wenn ich in die Situation komme, möchte ich perfekt handeln.“

Ehrenamtliche Internetlotsen

Gut angekommen bei den Besuchern ist auch die Aktion mit Hermann Josef Schnell. Er baute gemeinsam mit den Besuchern einen Bücherthron. Im selben Raum konnten Kinder verschiedene Motiven aus Bügelperlen basteln. Im zweiten Stockwerk stellten sich die ehrenamtlichen Internetlotsen Christiane Meißner und Manfred Schulte als digitaler Kompass für Senioren vor. Ihr Ziel ist es, Senioren vertraut mit der digitalen Welt zu machen und Vereinsamung entgegenzuwirken. Ab Ende April möchten sie die Senioren unterstützen. ,,Wenn Menschen im Alter alleine, nicht mehr mobil sind und weit weg von der Familie leben, ist es sehr wichtig, sich damit auszukennen“, sagt Meißner.

Erfolgreich neigte sich der Tag um 22 Uhr dem Ende zu. Und eins steht fest: Über eine nächste „Nacht der Bibliotheken“ würde sich wohl jeder sehr freuen.

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