Fußball Landesliga

BSV Menden kämpft gegen das Offensiv-Problem

Nicht hinterlaufen, sondern gewinnen! So lautet die Vorgabe, die sich Marcel Hoffmann (rechts/hier im Derby gegen Borussia Dröchede)

Foto: Reker

Nicht hinterlaufen, sondern gewinnen! So lautet die Vorgabe, die sich Marcel Hoffmann (rechts/hier im Derby gegen Borussia Dröchede) Foto: Reker

Menden.   BSV Menden sucht nach mageren Wochen den Weg zurück in die Erfolgsspur. Und das soll am Sonntag am Werdohler Riesei gelingen.

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Es gab einmal Zeiten, da zeigte selbst Rekordmeister FC Bayern München großen Respekt vor einem Gegner. Kehrten die Bayern doch einige Jahre lang in schöner Regelmäßigkeit mit Niederlagen von ihren Besuchen beim 1. FC Kaiserslautern heim. Weltmeister Paul Breitner wollte damals die Punkte sogar schon vorab per Post zum legendären Betzenberg verschicken.

Für Fußball-Landesligist BSV Menden gibt es ebenfalls solche Kontrahenten, die mit vielen bitteren Erinnerungen in Verbindung stehen. Dies ist der FSV Werdohl – und die Besuche der Hönnestadt an der Lenne bringen seit einigen Jahren nichts ein.

Abstiegskampf ist BSV-Thema

Vor der morgigen Tour zum Riesei – traditionell bei tristem Wetter – jedoch haben sich die Voraussetzungen ein wenig geändert. Denn diesmal ist der heimische Branchenführer sozusagen zum Erfolg verdonnert. „Wir müssen ganz einfach aus Werdohl etwas Zählbares mitbringen“, macht BSV-Trainer Sven Nieder deutlich, dass im Hucken-ohl der Kampf um den Klassenerhalt immer klarere Gestalt bekommt. Denn 14 Zähler aus 13 Spielen sind mit Blick auf die Tabelle wahrlich kein Ruhekissen.

Das BSV-Problem in der laufenden Saison wird beim Studium der aktuellen Torschützenliste der Landesliga 2 deutlich. Erst auf Platz 32 (!) findet man den Namen eines BSV-Kickers – Jan Kießler traf bisher dreimal, der Stürmer hat allerdings in dieser Saison bislang nur neun Einsätze absolviert.

Gute Spiele, aber dürftiger Ertrag

„Spielerisch kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Denn wir haben gegen Dröschede rund 70 Minuten lang das Geschehen bestimmt. Aber der letzte Pass, der letzte Ball und der Abschluss stimmten nicht. Wir erspielen uns ja genügend Möglichkeiten. Deshalb hoffe ich, dass der Knoten bald platzt“, sagt Nieder und blickt dabei auch auf die zurückliegende Nullnummer am gegen den Kreisrivalen zurück. „Wer weiss, wie die Partie gelaufen wäre, wenn Murat Kaya seine gute Chance kurz vor der Pause genutzt und ins Tor getroffen hätte?“, so der BSV-Trainer.

Solche Möglichkeiten möchten die Hönnestädter morgen Nachmittag am Werdohler Riesei nicht auslassen. Allerdings wir der BSV-Auftritt von personellen Sorgen begleitet, denn hinter dem Einsatz von Murat Kaya (Oberschenkelverletzung) steht noch ein sehr großes Fragezeichen. „Ich glaube nicht dass es geht, Murat wird wohl nicht spielen können“, rechnet Nieder mit einem Ausfall des spielstarken Routiniers.

Dafür haben in dieser Woche Tobias Maier, Niels Specht und Manuel Huff mittrainiert, so dass zumindest in personeller sie Mendener Möglichkeiten verbessert sind.

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