1. CDU-Talk

Bürgerschaftliches Engagement hervorgehoben

Jeder Gast kommt zu Wort – aber nur zu seinen Themen beim CDU-Talk im Live-Club „Woanders“ mit (von links): Gerhardt

Foto: Peter Müller

Jeder Gast kommt zu Wort – aber nur zu seinen Themen beim CDU-Talk im Live-Club „Woanders“ mit (von links): Gerhardt Foto: Peter Müller

Menden.   Viele Gäste beim 1. CDU-Talk im Live-Club. Regierungspräsident Vogel in Menden.

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Vier Persönlichkeiten, die im Fokus des Interesses der Öffentlichkeit stehen, trafen sich am Mittwochabend im Live-Club „Woanders“ mit dem ehemaligen Rundfunk- und TV-Journalisten Gerhardt Schmidt zu einer Talk-Runde, zu der die Mendener CDU eingeladen hatte.

Zahlreiche Besucher waren gekommen. Wer jedoch einen richtigen Talk erwartet hatte, in dem von den Gästen unterschiedliche Meinungen und Positionen vertreten wurden, wurde enttäuscht. „Schmidt fragt“, wäre ein guter Titel gewesen. Der Reihe nach stellte Moderator Gerhardt Schmidt den Gästen seine Fragen. Der Regierungspräsident erhielt besonders viel Raum, so dass Hermann Niehaves länger als eine Stunde warten musste, bis er an die Reihe kam.

Trotzdem war das, was die Gäste in den vier Interviews zu sagen hatten, sehr interessant und erhielt oft Beifall.

Mit eigener Arbeit wirkung erzielen

Claudia Schirmer berichtete aus ihrem alltäglichen Umgang mit oftmals schwer traumatisierten Kindern. „Die Kinder und Jugendlichen brauchen Therapie. Einmal die Woche reicht nicht“, beklagte sie. Sie wünschte sich besonders für die jungen Erwachsenen längere Hilfe und Beratung. „Wir würden uns sehr freuen, wenn mehr Familien bereit, wären Kinder aufzunehmen“, betonte sie.

Regierungspräsident Hans-Josef Vogel, selbst Vormund eines syrischen Flüchtlings, warb für mehr Motivation für bürgerschaftliches Engagement: „Engagierte Bürger machen eine Stadt aus.“ Er wolle mit seiner Arbeit Wirkung erzielen: „Man muss Nähe herstellen, indem man vor Ort ist.“ Zukünftig habe Menden als kleinere Stadt Mittel für Schulen, Bildung und Internet zu erwarten. „Wir müssen schulische Bildung organisieren, die erste Sahne ist“, betonte der Regierungspräsident. Menden als Standort sei erklärungsbedürftig, „das ist in Hamburg nicht so.“

Von Standortfragen ging es dann zum Sport. Birgit Völker-Albrecht berichtete aus dem Vereinsleben der Sauerländer Wölfe. „Wir sind im Sauerland eine Rudelgemeinschaft“, drückte sie die Verbundenheit in der Region aus. „Unsere Damen und Herren spielen in der dritten Bundesliga, doch ausschließlich Leistungssport passt nicht“, betonte die ehemalige Bundesligaspielerin.

Verbindungen zum Sport

Verbindungen anderer Art zum Sport hat Unternehmer Hermann Niehaves, der mit seinem Bruder die Bäckereien und Konditoreien Niehaves führt und sich vielfältig in Menden engagiert. „Wir beliefern den BVB in Dortmund mit Backwerk. Drei 7,5-Tonner-Lkw gehen an Spieltagen dorthin.“

Für das Sauerland kreierte das Unternehmen im ehemaligen Café Rössler die Schokoladenmanufaktur. „Das ist eine Immobilie mit Historie, und Schokolade hat heute einen besonderen Stellenwert“, so Niehaves.

Zeit der Veränderungen

In Menden verändere sich zur Zeit viel. Die Baumaßnahmen in der Innenstadt bedeuteten eine besondere Härte. „Und...“ – hier zeigte er besondere Entschlossenheit – „...eine Entscheidung für das Nordwallcenter muss her, ganz gleich, wie sie ausfallen mag.“

Das Publikum bekam dann noch Gelegenheit, den Gästen Fragen zu stellen. Nach knapp zwei Stunden war die Veranstaltung zu Ende.

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