Quarantäne angeordnet

Corona-Fall an Mendener Musikschule trifft auch Grundschüler

Die Nikolaus-Groß-Schule in Bösperde: Hier wurden Kinder von der Lehrkraft der Musikschule unterrichtet. Weil die Lehrkraft positiv auf Covid-19 getestet wurde, testete das Gesundheitsamt hier die 13 Musikschul-Kinder – und schickte sie vorsorglich für zwei Wochen in Quarantäne.

Die Nikolaus-Groß-Schule in Bösperde: Hier wurden Kinder von der Lehrkraft der Musikschule unterrichtet. Weil die Lehrkraft positiv auf Covid-19 getestet wurde, testete das Gesundheitsamt hier die 13 Musikschul-Kinder – und schickte sie vorsorglich für zwei Wochen in Quarantäne.

Foto: Thekla Hanke

Menden/Märkischer Kreis.  Positiver Covid-19-Test einer Lehrkraft an der städtischen Musikschule: Vier Kontaktpersonen in Quarantäne – und 13 Grundschüler aus Bösperde.

An der städtischen Musikschule in Menden ist eine Lehrkraft am Mittwoch positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Die Person befinde sich inzwischen in Quarantäne, erklärte Stadt-Pressesprecher Johannes Ehrlich auf Anfrage der WP. In Zusammenarbeit mit dem Kreisgesundheitsamt seien an der Musikschule bis zu vier Kontaktpersonen identifiziert worden, die nun ebenfalls in häuslicher Quarantäne seien. Da die Lehrkraft auch an der Nikolaus-Groß-Grundschule in Bösperde tätig ist, wo die Musikschule Unterricht erteilt, hat das Gesundheitsamt nach eigenen Angaben am Freitag 13 dieser Musikschul-Kinder getestet, die danach vorsorglich für 14 Tage in häusliche Quarantäne geschickt wurden.

Schulbetrieb soll fortgesetzt werden – weiter unter Einhaltung der Hygieneregeln

Der Schulbetrieb läuft unterdessen an beiden Einrichtungen weiter. Der unter Coronabedingungen ohnehin eingeschränkte Unterrichtsbetrieb der Musikschule werde fortgeführt, erklärte Stadt-Pressesprecher Johannes Ehrlich. Denn auch bisher seien im Gebäude an der Unteren Promenade in allen Unterrichten Abstandsregeln und Mund-Nasenschutz eingehalten worden. Da dies auch so bleiben werde, gebe es für eine zeitweilige Komplettschließung der Musikschule keinen Grund.

Wie berichtet, hat das Kreisgesundheitsamt am Donnerstag mitgeteilt, dass es inzwischen mit sechzehn Schulen im Märkischen Kreis wegen Corona-Erkrankungen von Schülern oder Lehrkräften in Kontakt stehe, oder um Kontaktpersonen unter Quarantäne zu setzen.

Neue Strategie im Umgang mit Kontaktpersonen „in beengter Raumsituation“

Im Umgang mit Corona-Fällen an Schulen oder Kindergärten gibt es unterdessen ein neues Vorgehen, nachdem das Robert-Koch-Institut (RKI) das Management der Kontaktpersonen-Ermittlung aktualisiert hat. Nach dieser Vorgabe hat auch der Märkische Kreis seine Strategie geändert: So werden „Personen in relativ beengter Raumsituation oder schwer zu überblickender Kontaktsituation“ – etwa in einer Kita oder eine Schulklasse – bei einem Infektionsfall unabhängig von der individuellen Risikoermittlung allesamt als Kontaktpersonen eingestuft und in Quarantäne versetzt.

Ohne Mund-Nasenschutz müssen ganze Klassen und Kita-Gruppen in Quarantäne

„Nur wenn alle Schüler aus der Klasse nachweislich Mund-Nasenschutz getragen haben, kann eine direkte Sitznachbar-Einteilung der Kontaktpersonen erfolgen“, erklärt das Gesundheitsamt dazu. Was im Klartext heißt: In Klassen oder Kita-Gruppen, in denen einzelne Kinder nach der landesweiten Freiwilligkeitsregelung keinen Mund-Nasenschutz tragen, müssen im Falle des Falles alle Kinder für zwei Wochen zu Hause bleiben. Im aktuellen Fall ist das nicht so, da an Grundschulen im Unterricht keine Maske getragen wird. Bisher ist auch in Bösperde kein Kind positiv getestet worden. Die Ergebnisse der Tests aus der Nikolaus-Groß-Schule werden in Kürze erwartet.

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